Werbung

Standortfaktor Kindertagesstätte

Martin Kröger über Lösungen für die aktuelle Kitakrise

Echt jetzt? Ihr wollt Geld von mir?

Ja, herrgottnochmal, es kostet!

Auch, wenn's nervt – wir müssen die laufenden Kosten für Recherche und Produktion decken.

Also, mach mit! Mit einem freiwilligen regelmäßigen Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Nimmt man die Aktuelle Stunde im Abgeordnetenhaus zum Maßstab, so scheinen die Politik und ihre Vertreterinnen und Vertreter die Bedeutung der Kitakrise erfasst zu haben. Natürlich kann der Senat nicht den Tarifverhandlungen zwischen den Bundesländern und den Gewerkschaften vorausgreifen. Dass es allerhöchste Zeit ist, die Attraktivität des Berufes von Erzieherinnen und Erziehern zu erhöhen, ist bei fast allen Parteien angekommen.

Und dazu gehören natürlich auch ordentliche Lohnaufschläge. Die sind auch deshalb gerechtfertigt, weil sich das Berufsbild deutlich verändert hat und die Aufgabengebiete ausgeweitet haben. Wie wichtig die Lösung der Kitakrise ist, zeigt nicht nur die hohe Teilnehmer- und Teilnehmerinnenzahl bei der Demonstration am vergangenen Samstag. Jeder und jede kennt auch genügend Betroffene aus dem eigenen Umfeld, die mit dem Mangel an Kitaplätzen hadern. Dabei wirkt sich die Suche nach den begehrten Plätzen auch auf die eigenen Berufspläne und die Familie allgemein aus, wenn die Bewerbungen trotz Rechtsanspruchs nicht erfolgreich sind. Für nicht wenige Familien ist die erfolglose Suche nach einem Kitaplatz auch ein Grund, die Metropole wieder zu verlassen. Kitas sind ein Standortfaktor. Immer wieder beschwerten sich in der Vergangenheit auch ausländische Beschäftigte von Start-ups und Internetfirmen darüber, dass es in Berlin viel zu wenige bilinguale Kitaplätze für ihren Nachwuchs gebe.

Dass Rot-Rot-Grün die Missstände nicht nur erfasst hat, sondern auch möglichst bald angehen will, ist zum Kindertag ein gutes Signal. Gleichwohl ist es bis zur kinder- und jugendgerechten Stadt noch ein weiter Weg. Auch wenn in den vergangenen Jahren in diesem Bereich einiges umgesetzt wurde.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

Noch kein Abo?

Jetzt kostenlos testen!

14 Tage das »nd« gratis und unverbindlich als App, digital oder gedruckt.

Kostenlos bestellen