Werbung

Wir sind prinzipiell dagegen

Echt jetzt? Ihr wollt Geld von mir?

Ja, herrgottnochmal, es kostet!

Auch, wenn's nervt – wir müssen die laufenden Kosten für Recherche und Produktion decken.

Also, mach mit! Mit einem freiwilligen regelmäßigen Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

»Wir sind prinzipiell dagegen / Dass Punker ins Gefängnis müssen / Ob sie schnorren im Park und vorm Supermarkt / Ob sie singen, wo Christen Kreuze küssen / Dafür darf kein Punk in den Knast«, heißt es in dem schönen Lied »Wir sind prinzipiell dagegen«. Den Song hat eine derzeit 19 Personen umfassende traditionsreiche Ostberliner Blaskapelle halb schmissig, halb sakral eingespielt.

Diese hat etwa auch schon das Einheitsfrontlied zum Walzer verfremdet und es geschafft, auch andere Kompositionen von Hanns Eisler wieder so klingen lassen, dass man beim Hören nicht mehr das Gefühl hatte, aus dem Liedgut riesele kiloweise der Staub aus Aktenordnern, die auf der letzten SED-Delegiertenkonferenz liegengelassen wurden. Man sieht: Diese Leute - eine Band, die seit 1986 existiert, die aus der Liedertheatergruppe Karls Enkel hervorgegangen ist und sich den schönen Namen Bolschewistische Kurkapelle Schwarz-Rot gegeben hat - haben ihren ganz eigenen, liebevollen Zugang zur Geschichte der Musik der Arbeiterbewegung. Und manchmal spielen sie auch ein windschief daherschleichendes Depressions-Barjazz-Stück. Auf ihrem dieser Tage erscheinenden neuen Album »Macht zur Frage«, dem ersten seit zehn Jahren, thematisieren sie u.a. auch die Vernutzung des Menschen im Kapitalismus (»Wann kann ich die Arbeit endlich mal vergessen? / Ich hab’ doch auch noch andere Interessen«). Wie schreibt die Gruppe über sich selbst? »Sie haben Erich Honecker überlebt. Sie haben Helmut Kohl überlebt. Inzwischen haben sie mehr Gigs als die Puhdys. Das ist keine Kunst. Das ist Leidenschaft!« tbl

Bolschewistische Kurkapelle Schwarz-Rot, Konzert/Record Release Party : 1.6., 20 Uhr, Frannz-Club, Prenzlauer Berg.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

Noch kein Abo?

Jetzt kostenlos testen!

14 Tage das »nd« gratis und unverbindlich als App, digital oder gedruckt.

Kostenlos bestellen