Werbung

Hier Premiumpflege, da Sparzwang

Fabian Lambeck über zunehmende Qualitätsunterschiede in der Pflege

  • Von Fabian Lambeck
  • Lesedauer: 1 Min.

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

In deutschen Pflegeheimen gibt es nach einer aktuellen AOK-Studie erhebliche Qualitätsunterschiede. Problematisch seien zu viele wund gelegene Patienten, längere Verordnungen kritischer Medikamente und häufige Krankenhaus-Einweisungen, heißt es dort. Was hier kritisiert wird, sind direkte Folgen des Personalmangels. Nach Schätzungen von Sozialverbänden fehlen schon jetzt mehr als 35 000 Fachkräfte und Helfer in der Pflege. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) gibt vor, das Problem erkannt zu haben, will aber nur 13 000 zusätzliche Stellen schaffen. Wobei fraglich ist, ob er dieses Ziel überhaupt erreicht.

Hinzu kommt der Kostendruck, unter dem private Pflegeheime stehen. Längst haben Investoren erkannt, dass es hier einen Markt gibt. Das Pflegen wird zum Geschäft und wo die Kostenoptimierer am Werk sind, da wird gespart - zu Lasten der Patienten. Jenen aber, die das Geld haben, kann man eine Premium-Betreuung anbieten. So werden die Unterschiede zwischen den Heimen, zwischen Standardversorgung und Luxusbetreuung, wohl weiter zunehmen. Die sich vertiefende soziale Spaltung zeigt sich eben auch in der Pflege. Wir brauchen nicht nur mehr Personal, sondern auch strengere gesetzliche Vorschriften, die gute Standards für alle garantieren.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

9 Ausgaben für nur 9 €

Jetzt nd.DieWoche testen!

9 Samstage die Wochenendzeitung bequem frei Haus.

Hier bestellen