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Unterwegs mit Lebensrettern

Zu Gast auf dem Hilfsschiff Sea-Eye: Was vor der libyschen Küste geschieht

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Berlin. Die Bundesregierung will die Außengrenzen der Europäischen Union »wirksam« schützen, damit sich die EU-Bürger innerhalb Europas frei bewegen können und sicher sind. Was Grenzschutz für die bedeutet, die sich außerhalb der EU befinden, lässt sich zum Beispiel im Mittelmeer und in Libyen beobachten. Der nd-Autor Fabian Hillebrand war bei der ersten Mission der Hilfsorganisation »Sea-Eye« in diesem Jahr dabei. Deren Schiff gehörte einmal zur Fischfangflotte der DDR. 2015 wurde es von einem Verein gekauft, um Flüchtlinge retten zu können, die in Seenot geraten sind.

Doch bei ihrem ersten Einsatz 2018 haben die Helfer niemanden gerettet. Stattdessen sichteten sie ein Schiff der libyschen Küstenwache, auf dem sich rund 100 Menschen drängten. Sie hatten versucht, nach Europa zu kommen und wurden nach Libyen zurückgebracht. Die deutsche Botschaft in Niger beschrieb Anfang des Jahres, was Flüchtlingen nach ihrer Rückkehr in das afrikanische Land droht: Exekutionen, Folter und Aussetzen in die Wüste seien an der Tagesordnung. Augenzeugen hätten von fünf Erschießungen wöchentlich in einem Gefängnis berichtet, um Platz für Neuankömmlinge zu schaffen. Dennoch arbeitet die EU mit der libyschen Küstenwache zusammen, um ihre Außengrenzen zu schützen. Fabian Hillebrand schildert, wie durch die Kooperation die Rettung von Menschen in Seenot erschwert wird.

Hunderte Flüchtlinge sind in diesem Jahr bereits im Mittelmeer ums Leben gekommen. Am Wochenende wurden zwei neue Bootsunglücke bekannt: Vor der tunesischen Küste starben nach Behördenangaben mindestens 35 Menschen, als ihr Boot sank. Vor der türkischen Südküste ertranken mindestens neun Flüchtlinge, darunter sechs Kinder, wie die türkische Küstenwache mitteilte. nd Seite 3

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