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Braunkehlchen gegen Nazis

Stefan Otto über bedrohte Vögel in Themar

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Vogelfreunde sind in Sorge. Der Bestand der Braunkehlchen aus der Gattung der Wiesenschmätzer ist in den vergangenen Jahren dramatisch eingebrochen. Vor allem die extensive Nutzung von Wiesen macht es den Bodenbrütern schwer, ihren Nachwuchs aufzuziehen. Hubert Böse weiß ein Lied davon zu singen. Der parteilose Bürgermeister des thüringischen Städtchens Themar versucht, Braunkehlchen nach Kräften zu schützen. So befürchtet er, dass vagabundierende rechte Konzertbesucher auf einer Wiese die Aufzucht der Jungen akut gefährden könnte und setzte sich für ein Verbot der Veranstaltung am Wochenende ein.

Erfolg hat der Hobby-Ornithologe damit nicht. Die Konzert-Organisatoren klagten gegen das Verbot, und das Oberverwaltungsgericht Weimar gab der Klage statt. Die rechte Veranstaltung darf damit stattfinden. »Ich muss es wohl über mich ergehen lassen und etwas dafür tun, dass nicht viel von dieser Schande an Themar hängenbleibt«, sagte Böse. Freilich wird der Bürgermeister sich an den vielfältigen Protesten gegen die rechten Umtriebe beteiligen. »Tage der Weltoffenheit« soll es in dem Städtchen geben - mit Andachten, Musik und Demonstrationen. Das Bündnis Thüringer Bürger appelliert zudem an die Hoteliers, Gastronomen und Campingplatzbetreiber, den Rechten keine Unterkunft anzubieten. Ihr Motto lautet: »Kein Bett für Nazis«. Und natürlich sind auch die Braunkehlchen gegen rechts.

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