Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.
Werbung

HIV-Selbsttests sollen freiverkäuflich sein

Gesundheitsminister Spahn: »Meilenstein beim Kampf gegen Aids« / Abgabe ab Herbst geplant

  • Lesedauer: 2 Min.

Berlin. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will freiverkäufliche HIV-Selbsttests zulassen. »Der HIV-Selbsttest ist ein Meilenstein beim Kampf gegen Aids«, sagte Spahn den Zeitungen der Funke Mediengruppe. »Er kann auch jene erreichen, die sich sonst nicht testen lassen würden.«

Schätzungsweise 13.000 Menschen in Deutschland wüssten nichts von ihrer HIV-Infektion, erklärte der Minister. Je früher Betroffene die Diagnose HIV kennen würden, desto früher könnten sie gut behandelt werden. »Und andere haben bei Unsicherheit die Chance auf schnelle Gewissheit, nicht infiziert zu sein«, fügte Spahn hinzu.

Bislang dürfen HIV-Schnelltests in Deutschland nur an Ärzte, ambulante und stationäre Einrichtungen des Gesundheitswesens, Blutspendedienste und Beratungseinrichtungen abgegeben werden. Dem Bericht zufolge soll die frei zugängliche Abgabe von diesem Herbst an ermöglicht werden, dazu sei ein Gesetz in Vorbereitung.

»Da Selbsttests von Menschen angewendet werden, die einen autonomeren Weg der Testung wünschen und sich bislang gar nicht oder nicht regelmäßig testen lassen, erhöht sich durch die Abgabe des Selbsttests die Wahrscheinlichkeit, dass Infektionen zu einem früheren Zeitpunkt erkannt und behandelt werden und dadurch die Weitergabe von Infektionen verhindert wird«, zitieren die Zeitungen aus einem Referentenentwurf des Gesundheitsministeriums.

Nach Schätzungen des Robert-Koch-Instituts infizieren sich in Deutschland jedes Jahr rund 3.000 Menschen neu mit HIV. Insgesamt leben mehr als 88.000 infizierte Personen in Deutschland. epd/nd

Dieser Artikel ist wichtig! Sichere diesen Journalismus!

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen: Auf Grund der Coronakrise und dem damit weitgehend lahmgelegten öffentlichen Leben haben wir uns entschieden, zeitlich begrenzt die gesamten Inhalte unserer Internetpräsenz für alle Menschen kostenlos zugänglich zu machen. Dennoch benötigen wir finanzielle Mittel, um weiter für sie berichten zu können.

Helfen Sie mit, unseren Journalismus auch in Zukunft möglich zu machen! Jetzt mit wenigen Klicks unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung
  • Lastschrift

Solidarisches Berlin und Brandenburg

Corona ist nicht nur eine Gesundheitskrise. Es ist auch eine Krise des Sozialen. Wir beobachten alle sozialen und sozioökonomischen Entwicklung in der Hauptstadtregion, die sich aus der Verbreitung des Coronavirus ergeben.

Zu allen Artikeln