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Dialekt

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Dialekt. Der Begriff Dialekt hat seinen Ursprung im Altgriechischen (»dialégesthai« - »mit jemandem reden«). Heute versteht man unter Dialekt, in Abgrenzung zur Schrift- oder Standardsprache, lokale oder regionale Spracharten. Sie sind älteren Datums und werden oftmals lediglich gesprochen. Da Dialekte örtlich gebunden sind, weichen sie mit zunehmender räumlicher Distanz von einander ab. Als Mittler bildeten sich Standardsprachen heraus. Im Zuge der Christianisierung entstand im 8. Jahrhundert das Hochdeutsch.

Dort, wo verschiedene Dialekte aufeinandertreffen, kommt es zu »Standardvarietäten«. So sprechen im moselfränkischen Raum Muttersprachler neben verschiedenen Ortsdialekten eine Varietät an Standardsprachen, die heute dem Luxemburgischen ähnlicher ist als dem Deutschen. Zur besseren Unterscheidung der Varietäten entwarf der Soziolinguist Heinz Kloss (1904 - 1987) die Begriffe »Abstandsprache«, »Ausbausprache« und »dachloser Dialekt«. Demnach weisen Abstandsprachen eine »sehr deutliche« Abweichung auf; so stehe das deutsche Wort »Haus« dem englischen »house« näher als dem französischen »maison«.

Hat eine Sprache keine expliziten Abstände zu anderen, wohl aber eine »autonome, auf der Basis der eigenen Dialekte standardisierte schriftliche Form«, handelt es sich um eine Ausbausprache, worunter das Jiddische, Mazedonische, Bairische, Meißenische oder die schweizerdeutschen Dialekte fallen. Die »dachlosen Dialekte« umfassen alle Sprachvarietäten, die »ohne Bezug zu Standardvarietäten« als eigene Sprache existieren. Hierzu zählt das Niederdeutsche, das keine Standardsprache wurde, aber als »niederdeutsches Dialektkontinuum« in das »hochdeutsche Dialektkontinuum« überging. tgn

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