Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.
Werbung

Sag mir, wo du stehst

Sammlungsbewegung? Flüchtlingspolitik? Die Linkspartei hat einiges zu klären

Berlin. Die Zeit des Papierkriegs ist vorbei. Seit Freitag ist nicht mehr das geschriebene Wort, mit dem sich vor allem in der Frage der Migrations- und Asylpolitik schier unablässig beharkt wurde, sondern Debatte angesagt: auf dem Bundesparteitag der LINKEN in Leipzig. Auf dem Podium zum Leitantrag des Bundesvorstandes, an den Delegiertentischen, in Flurgesprächen und der Raucherecke - die Genossinnen und Genossen haben einiges zu klären. Mit Sicherheit nicht abschließend, doch hoffentlich so weit, dass die linke Opposition im Bundestag und auf der Straße stark, wahrnehmbar und glaubwürdig gegen den Rechtsruck in Deutschland und der Welt und für soziale Gerechtigkeit eintreten kann. Ein Wunsch, der mit Sicherheit nicht wenige Linke mit und ohne Parteibuch umtreibt. Als Teil einer linken Sammlungsbewegung, wie es sich Sahra Wagenknecht und Oskar Lafontaine vorstellen, oder als starke Linkspartei, wie es die jetzigen und wohl künftigen Parteivorsitzenden Katja Kipping und Bernd Riexinger befürworten? Ist zu klären.

Weniger konfliktreich dürfte hingegen die Vorstandswahl am Samstag ablaufen, bei der sich Kipping und Riexinger ohne Gegenkandidaten zur Wiederwahl stellen und lediglich der Posten des Bundesgeschäftsführers umkämpft ist. Zum Start des Parteitags mahnte die Parteispitze eine Klärung der internen Auseinandersetzung an, damit die Partei den Rückenwind unter anderem durch steigende Mitgliederzahlen in den nächsten Monaten auch nutzen könne.

»Gemeinsam mehr werden« lautet das Motto in Leipzig. Mit wie viel Gemeinsamkeit und Rückenwind und in welcher Form man nach dem Parteitag mehr Anhänger linker Politik finden will und kann? Ist zu klären. mdr Seiten 4 und 5

Dieser Artikel ist wichtig! Sichere diesen Journalismus!

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen: Auf Grund der Coronakrise und dem damit weitgehend lahmgelegten öffentlichen Leben haben wir uns entschieden, zeitlich begrenzt die gesamten Inhalte unserer Internetpräsenz für alle Menschen kostenlos zugänglich zu machen. Dennoch benötigen wir finanzielle Mittel, um weiter für sie berichten zu können.

Helfen Sie mit, unseren Journalismus auch in Zukunft möglich zu machen! Jetzt mit wenigen Klicks unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung

Solidarisches Berlin und Brandenburg

Corona ist nicht nur eine Gesundheitskrise. Es ist auch eine Krise des Sozialen. Wir beobachten alle sozialen und sozioökonomischen Entwicklung in der Hauptstadtregion, die sich aus der Verbreitung des Coronavirus ergeben.

Zu allen Artikeln