Werbung

Fehlende Millimeter

Die deutschen Kanuten erleben bei den Europameisterschaften in Belgrad ein Wechselbad der Gefühle

  • Von Frank Kastner, Belgrad
  • Lesedauer: 2 Min.

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Nach ihrem Überraschungscoup bei den Kanu-Europameisterschaften ist Nina Krankemann in Belgrad die Puste ausgegangen. 24 Stunden nach ihrem Sieg im Kajak-Einer über 1000 Meter landete sie auf halber Distanz auf Rang acht. Am Samstag hatte sich die 22-Jährige hauchdünn gegen die Ungarin Tamara Takacs durchgesetzt und ihren ersten internationalen Titel geholt.

Jubeln konnte auch ihr Vereinskollege Yul Oeltze. Der Magdeburger verteidigte im Canadier-Zweier über 1000 Meter mit seinem Leipziger Partner Peter Kretschmer den Titel. »Europäische Bestzeit und Weltrekord gefahren zu sein, macht uns schon sehr glücklich«, sagte Oeltze. Über 500 Meter kam das Duo nur auf Rang fünf. Olympiasieger und Weltmeister Sebastian Brendel aus Potsdam paddelte in seiner Lieblingsdisziplin Einer-Canadier über 1000 Meter knapp am erneuten Titel vorbei. Im Duell mit dem Tschechen Martin Fuksa hatte er nur eine Zehntelsekunde Rückstand. Beim versuchten Zielsprung landete er sogar im Wasser. »Ich wollte das Letzte nach vorn werfen, um Martin noch abzufangen«, sagte Brendel, der auch am Sonntag über 500 Meter dem Tschechen den Vortritt lassen musste. Im Kajak-Einer über 1000 Meter kam der Essener Olympiasieger Max Rendschmidt auf Rang drei. Im Zweier über 1000 Meter sicherten sich Max Hoff und Marcus Gross dann Silber. Jubeln durften hier die Serben Marko Tomicevic und Milenko Zoric. »Wir sind nahe an ihnen dran. Lieber werden wir jetzt Zweite als bei der WM«, kommentierte der Berliner Gross.

In der gleichen Disziplin holten Sarah Brüssler und Melanie Gebhardt ebenfalls EM-Silber. Sie führten bis kurz vor dem Ziel, mussten dann aber die Polinnen Justyna Iskrzycka und Paulina Paszek ziehen lassen.

Auch am Sonntag dominierte die Farbe Silber. Der deutsche Kajak-Vierer mit Max Rendschmidt, Tom Liebscher, Ronald Rauhe und Max Lemke musste sich über 500 Meter um einen Wimpernschlag den Spaniern geschlagen geben. »Wir wollten vom Start weg offensiv angehen und auf der Strecke mit hohem Tempo die Spanier in Schach halten. Am Ende hat dann noch etwas die Kraft gefehlt«, so Schlagmann Rendschmidt.

Ein Wechselbad der Gefühle erlebten Jasmin Fritz und Steffi Kriegerstein über 500 Meter. Erst wurde das Kajak-Duo auf Rang vier geführt. Am Anlegesteg kam dann allerdigns die frohe Kunde, dass ihr Boot zeitgleich mit den Belgierinnen Hermien Peters/Lize Broekx ins Ziel gekommen war. So gab es doch noch Bronze für die Deutschen. dpa/nd

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

Noch kein Abo?

Jetzt kostenlos testen!

14 Tage das »nd« gratis und unverbindlich als App, digital oder gedruckt.

Kostenlos bestellen