Stadtentwicklung abgespeckt

Frankreichs Präsident Macron sind die ehrgeizigen Programme für Problemregionen zu teuer

  • Von Ralf Klingsieck, Paris
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.
In den Vororten von Paris gibt es viele soziale Probleme.

Vergangenen Sommer hatte der damals neue Präsident Emmanuel Macron den Ex-Minister für Stadtentwicklung, Jean-Louis Borloo, mit einer Studie über die Lage der sozialen Problemviertel beauftragt. Knapp ein Jahr später hat dieser seinen Bericht und daraus abgeleitete Vorschläge für konkrete Maßnahmen vorgelegt.

Den Zentrumspolitiker für diese Aufgabe zu gewinnen, war ein geschickter Schachzug Macrons. Borloo war von 1989 bis 2002 Bürgermeister der nordfranzösischen Stadt Valenciennes, die in einer ehemaligen Industrielandschaft liegt, die durch die massive Schließung von Kohlegruben, Stahlwerken und Webereien zur Krisenregion geworden ist. Trotz der rekordhohen Jugendarbeitslosigkeit hat es Borloo durch Realismus und Pragmatismus, durch die Organisierung von Aus- und Fortbildungen, aber auch über Sport- und Kulturvereine geschafft, jungen Einwohnern Zukunftsaussichten und Selbstvertrauen zu verschaffen.

Die Erfolge der unorthod...

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