Werbung
  • Politik
  • Namensstreit mit Griechenland

Aus Mazedonien wird Republik Nord-Mazedonien

Regierungen Griechenlands und Mazedoniens legen Namensstreit bei

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Alexis Tsipras (l.), Ministerpräsident von Griechenland, am Dienstag im Gespräch mit Prokopis Pavlopoulos, dem griechischen Präsidenten im Präsidentenpalast.
Alexis Tsipras (l.), Ministerpräsident von Griechenland, am Dienstag im Gespräch mit Prokopis Pavlopoulos, dem griechischen Präsidenten im Präsidentenpalast.

Athen. Nach mehr als einem Vierteljahrhundert haben die Regierungen Griechenlands und Mazedoniens ihren Namensstreit beigelegt. Mazedonien solle künftig Republik Nord-Mazedonien heißen, teilte der mazedonische Ministerpräsident Zoran Zaev am Dienstagabend mit. Die Einigung soll helfen, Mazedoniens NATO-und EU-Beitritt voranzubringen.

Es sei eine »gute« Lösung gefunden worden, sagte der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras bei einem Treffen mit dem griechischen Präsidenten Prokopis Pavlopoulos. Alle Bedingungen Griechenlands bei der Namenswahl seien erfüllt worden. Aus Athener Sicht ist der Name Mazedonien Teil des griechischen Nationalerbes. Griechenland befürchtete, der Nachbar könnte mit der Landesbezeichnung Mazedonien Ansprüche auf die gleichnamige nordgriechische Provinz erheben.

Zoran Zeav, der Ministerpräsident von Mazedonien
Zoran Zeav, der Ministerpräsident von Mazedonien

Tsipras und Zaev hatten sich in dem Konflikt einander angenähert; beide sahen sich massivem Widerstand in ihren Ländern gegenüber. In beiden Ländern gab es Massenproteste gegen einen Kompromiss, der die griechische Blockade eines mazedonischen EU- und Nato-Beitritts beenden könnte.

Die nationalistische Opposition in Mazedonien sprach am Dienstag prompt von einer »Kapitulation« vor Griechenland. Das Parlament in Skopje muss der Einigung noch zustimmen. Danach soll es im Herbst ein Referendum über den neuen Namen geben. Anschließend will sich das Parlament in Griechenland mit dem Thema befassen.

EU-Ratspräsident Donald Tusk begrüßte die Einigung. »Dank Ihnen ist das Unmögliche möglich geworden«, schrieb Tusk im Kurzbotschaftendienst Twitter an Tsipras und Zaev. Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg lobte den Kompromiss ebenfalls. Er forderte beide Länder auf, diesen nun auch umzusetzen, um Skopje einen Nato-Beitritt zu ermöglichen, der »Frieden und Stabilität« auf dem westlichen Balkan stärke. Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) gratulierte beiden Seiten zu dieser »historischen Einigung«. Er rief alle »politischen Kräfte in Skopje und in Athen« dazu auf, die Einigung nun auch umzusetzen.

Der Streit um den Namen Mazedonien belastet die Beziehungen zwischen Griechenland und seinem nördlichen Nachbarn seit langem. Der Konflikt reicht ins Jahr 1991 zurück, als sich die bisherige jugoslawische Teilrepublik für unabhängig erklärte und sich den Namen Mazedonien gab. 1993 wurde Mazedonien unter dem vorläufigen Namen Ehemalige Jugoslawische Republik Mazedonien Mitglied der UNO. AFP/nd

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

Die Serie aus dem studentischem Kosmos.

Leben trotz Studium?!

Jetzt 14 Tage das »nd« gratis und unverbindlich als App, digital oder gedruckt lesen und keine Folge verpassen.

Kostenlos bestellen!