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Lebensmittel nicht verschwenden

  • Von Wilfried Neiße
  • Lesedauer: 2 Min.

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Blick in die Tonne
Blick in die Tonne

Politik in Brandenburg bedeutet heute: ein neues Bündnis gründen. Demnächst soll das »Bündnis gegen Lebensmittelverschwendung« gebildet werden. Das teilte der für den Verbraucherschutz zuständige Justizminister Stefan Ludwig (LINKE) mit, als er am Mittwoch die vom Kabinett einstimmig gebilligte »Verbraucherpolitische Strategie für das Land Brandenburg« vorstellte.

Wenn auch Fristen und Verfallsgebote, Lagerung und Transport in erheblichem Umfang für die Vernichtung von Lebensmitteln in Kaufhallen, Restaurants, Schulküchen und Kantinen sorgen, so sind es doch die privaten Haushalte, in denen die meisten Lebensmittel in den Müll wandern. Es ist der Brotlaib, der nur zur Hälfte verzehrt wird, oder die Milch, die weggegossen wird, obwohl sie noch genießbar ist. Von elf Millionen Tonnen Lebensmitteln, die in Deutschland jährlich weggeworfen werden, gehen 6,7 Tonnen auf das Konto privater Haushalte, sagte Ludwig. Die ständige Verfügbarkeit hochwertiger Lebensmittel und ihr im europäischen Vergleich niedriger Preis suggerierten in nicht wenigen Familien leider die faktische Wertlosigkeit. Ludwig teilte mit, dass das in Deutschland übliche Mindesthaltbarkeitsdatum möglicherweise durch eine Information ersetzt wird, wann das Produkt maximal vielleicht noch verbraucht werden kann.

Im Vergleich zu anderen Ländern stehe Deutschland gut da, fügte er hinzu - und verwies auf die Pflicht, auf den Packungen anzugeben, was sie alles enthalten. So sei es nicht mehr möglich, ein rein vegetarisches Produkt »Wurst« zu nennen. Für Ludwig ist fraglich, ob Vegetarier solche Dinge wirklich essen würden, wenn sie wüssten, was an Ersatz-, Füll- und Farbstoffen in den vermeintlich gesünderen Lebensmitteln steckt.

Fragen zur Lebensmittelsicherheit machen aber nur etwa drei Prozent der Anfragen aus, die bei der Verbraucherzentrale Brandenburg eingehen, sagte Geschäftsführer Christian A. Rumpke. Bei 25 Prozent der Anfragen gehe es um die Energiepreise, bei 14 Prozent um Finanzdienstleistungen. Außerdem gebe es immer noch zweifelhafte Kaffeefahrten, Haustürgeschäfte und Drückerkolonnen, gegen welche arglose Menschen geschützt werden müssten.

Brandenburg will eine Schlichtungsstelle aufbauen, wo abseits der Justiz Streitfragen geklärt werden könnten. Rumpke schilderte die Umstände einer Klage gegen die Fluggesellschaft Easyjet, die auf horrende Zusatzkosten für Gepäckstücke der Passagiere nicht aufmerksam gemacht habe. »Mal sehen, was in einigen Jahren dabei herauskommt.« Probleme bereite der ungeregelte digitale Markt. Eine Betrugsmasche sei, angeblich günstige Ware im Internet anzubieten und Vorkasse zu fordern. Die Ware treffe dann nicht ein, und das in der Regel auf ein ausländisches Konto überwiesene Geld sei futsch.

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