Werbung

Entscheidung unter Bedingungen

Simon Poelchau über den Beschluss der Europäischen Zentralbank

Echt jetzt? Ihr wollt Geld von mir?

Ja, herrgottnochmal, es kostet!

Auch, wenn's nervt – wir müssen die laufenden Kosten für Recherche und Produktion decken.

Also, mach mit! Mit einem freiwilligen regelmäßigen Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Geldpolitik der EZB: Entscheidung unter Bedingungen

Das Hauptgeschäft der Europäischen Zentralbank (EZB) ist es, mit Erwartungen zu spielen. Mindestens genauso wichtig wie ihre geldpolitischen Entscheidungen sind die Signale, die die Notenbanker setzen.

Wer jetzt allerdings denkt, dass sie am Donnerstag eine Wende in ihrer Geldpolitik beschlossen haben, sollte genau auf die Worte achten, die EZB-Chef Mario Draghi gebraucht. Natürlich stellt er ein Ende des milliardenschweren Anleihenkaufprogramm zu Jahresende in Aussicht. Doch soll dies nur geschehen, solange sich die wirtschaftliche Lage in der Eurozone nicht wieder verschlechtert. Und da können die gestiegenen Risiken ein Strich durch die Rechnung machen. Kehrt die Eurokrise wegen Italien wieder zurück oder verschlechtert sich die Stimmung in der Weltwirtschaft, wird auch der Ruf an die EZB wieder laut, die Eurozone zu retten. So wie sie schon mal dazu beigetragen hat, dass Krisenländer günstiger an frisches Geld kamen und die Spekulationen gegen den Euro aufhörten.

Wer glaubt, dass eine Zentralbank allein ein Währungsgebiet zusammenhalten kann, liegt aber falsch. Letztlich braucht es politische Entscheidungen, die nicht dieselben neoliberalen Rezepte wie auf dem Höhepunkt der Eurokrise sein dürfen, die erst zur jetzigen politischen Krise der EU geführt haben. Es braucht stattdessen ein neues, soziales, offenes Europa.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

Die Serie aus dem studentischem Kosmos.

Leben trotz Studium?!

Jetzt 14 Tage das »nd« gratis und unverbindlich als App, digital oder gedruckt lesen und keine Folge verpassen.

Kostenlos bestellen!