Nach dem Weltuntergang

Im Rollenspiel »Fate« muss man sich in der Postapokalypse durchschlagen

  • Von Knut Ellerson
  • Lesedauer: ca. 8.0 Min.

Die Sonne brennt über dem sachsen-anhaltinischen Mahlwinkel, als sich am Donnerstag vor Pfingsten ein Treck in Bewegung setzt. Im Jahr 2168, ungefähr 150 Jahre nachdem der Kalte Krieg urplötzlich heiß wurde und die Menschheit an den Rand ihrer Existenz gebombt wurde, findet sich an der Stelle einer ehemaligen sowjetischen Militärbasis längst die Stadt Angel Falls, die ich über das Wochenende samt ihrer vielseitig schrägen BewohnerInnen näher kennenlernen sollte.

In diesem Jahr bin ich zum ersten Mal Teil des FATE, einem Live-Action-Role-Play (kurz LARP), das nicht in einer mittelalterlichen Fantasy-Welt, sondern in der Endzeit, nach der atomaren Apokalypse angesiedelt ist. Als einfacher Ödländer tauche ich ein in das Setting, das stark an die Videospielreihe »Fallout« angelehnt ist, und muss irgendwie die kommenden drei Tage überleben; gegen Hunger, radioaktive Strahlung, Banditen und allerhand Mutanten. Überredet haben mich zwei ...

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