Werbung

Tragik der Geschichte

Jürgen Amendt über das Scheitern der Sozialdemokratie bei den Bildungsreformen

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Der sozialliberale Aufbruch zu Beginn der 1970er Jahre in der alten Bundesrepublik ist eng mit dem Namen einer Partei verbunden: SPD. In seiner ersten Regierungsrede nach dem Wahlsieg 1969 gab Bundeskanzler Willy Brandt die Devise aus: «Mehr Demokratie wagen. Das erklärte Ziel der SPD war es, durch die Öffnung der Hochschulen die soziale Unwucht im Bildungssystem zu beseitigen. Es ging der alten deutschen Sozialdemokratie um Bildungsgleichheit und nicht nur um formale Gleichstellung. Dass dieser Aufbruch auf eine ökonomische Situation traf, in der vonseiten des Kapitals der Ruf nach mehr qualifizierten Arbeitskräften lauter wurde und Unternehmen erkannten, dass sich diese nicht mehr nur aus den bürgerlichen Mittelschichten rekrutieren lassen, war eine historisch günstige Chance für linke Reformen.

Man kann nicht sagen, dass dieser Aufbruch nicht gelungen wäre - gegen alle Widrigkeiten, die ihn ab Mitte der 1980er Jahre bremsten, als unter der Regierung Kohl viele Verbesserungen wieder zurückgenommen wurden. Der Bildungsaufbruch stoppte aber jäh erst vor 20 Jahren - durch Rot-Grün. Es ist die Tragik dieser Geschichte, dass die, die 1968 den Aufbruch begannen, ihn auch beendeten!

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

Noch kein Abo?

Jetzt kostenlos testen!

14 Tage das »nd« gratis und unverbindlich als App, digital oder gedruckt.

Kostenlos bestellen