Feminismus ist ein Akt der Verteidigung

Siobhan Guerrero McManus über Leben und Überleben von Trans*-Personen in Mexiko

  • Von Jana Flörchinger
  • Lesedauer: ca. 5.5 Min.

Wie kamen Sie zum Feminismus und was bedeutet der feministische Kampf für Sie?

Ich würde sagen, mein Fall ist recht einzigartig, denn lange bevor ich anfing als Frau zu leben, verstand ich mich bereits als Feminist*in. Als ich viel jünger war und noch als schwuler Jugendlicher lebte, stieß ich durch den LGBTQ-Aktivismus (Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transgender und queere Menschen, d. Red.) auf diese Themen. Ich glaube, im Feminismus sehr schnell eine Art Verbindung zwischen Frauenthemen und den Themen sexueller und geschlechtlichen Minderheiten gefunden zu haben. Es gibt nämlich eine Reihe von gemeinsamen Faktoren, die uns betreffen und die damit zu tun haben, wie das Patriarchat das Weibliche - sei es in den Körpern von Frauen oder Männern - gering schätzt. Dabei wird gleichzeitig das Männliche gepriesen und priorisiert. Dies fördert in der Praxis eine Männlichkeit, die ausgehend von Gewalt und Autoritarismus, von Abfälligkeit g...


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