Werbung

Zusammen!

Joachim Löw muss wieder mutig sein, meint Alexander Ludewig

  • Von Alexander Ludewig
  • Lesedauer: 2 Min.

Echt jetzt? Ihr wollt Geld von mir?

Ja, herrgottnochmal, es kostet!

Auch, wenn's nervt – wir müssen die laufenden Kosten für Recherche und Produktion decken.

Also, mach mit! Mit einem freiwilligen regelmäßigen Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Ein Tag Pause sei dem DFB-Team gegönnt: Am Montag drang kein Laut aus dem Mannschaftsquartier. Ruhig war es dort aber keineswegs. »Die Kommunikation ist so stark wie noch nie in der Mannschaft«, berichtete Manuel Neuer am Dienstag.

Abschottung und erhöhter Redebedarf zeigen, dass etwas im Argen liegt. Da war es clever, den Torwart vor dem Abflug nach Sotschi zum nächsten Spiel gegen Schweden zur Pressekonferenz zu schicken. Als Kapitän ist er die Stimme der Mannschaft und steht nach der Niederlage gegen Mexiko nicht in der Kritik. Dass er den Gegentreffer zu seinen Glanzzeiten hätte verhindern können, wirft ihm niemand vor. Denn nicht das 0:1 war das Problem, sondern die Art und Weise, wie das Team gespielt hat.

Bei aller Aufregung bleibt Joachim Löw ruhig. Der Bundestrainer meit, dass man jetzt nicht alles über den Haufen werfen und neu erfinden müsse. Er hat Recht. Aber korrigieren muss auch er sich. In der Halbzeitpause im Spiel gegen Mexiko tat er es nicht, sonst hätte das Team auf die anfangs noch überraschende Taktik des Gegners reagiert.

Nach der Niederlage muss er sich jetzt von lieb gewonnenen Gewohnheiten verabschieden. Das heißt: Nicht System, Taktik und Philosophie ändern, sondern das Personal. Löw darf nicht länger an Lieblingsspielern wie Sami Khedira oder Mesut Özil festhalten. Khedira ist nicht in der Lage, das Spiel im Zentrum zu stabilisieren und zu lenken: zu langsam, zu ungelenk, zu unsicher. Özil konnte noch nie Impulse geben, wenn es schlecht läuft. Sein Können zeigt er meist nur in einem funktionierenden Team.

Eine Alternative ist Ilkay Gündogan. Marco Reus sowieso. Oder Leon Goretzka. Löw muss mal wieder den Mut aufbringen, anderen zu vertrauen. Dann wird auch der recht dämliche DFB-Slogan ZSMMN lebendig: Zusammen! Denn in der Mannschaft steckt mehr.

Rosa - Dietz-Verlag

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

Noch kein Abo?

Jetzt kostenlos testen!

14 Tage das »nd« gratis und unverbindlich als App, digital oder gedruckt.

Kostenlos bestellen