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Nu pogodi!

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Was eigentlich sagt es über die Russen aus, dass sie zum Turnier-Maskottchen ein Tier bestimmt haben, dass den Mond anheult? Ein Rudeltier, dass sich zum Alpha hochbeißen kann, oder aber als Omega geschunden und missachtet wird? In einer Internetabstimmung hatte das Land Sabiwaka zum Maskottchen auserwählt - einen eurasischen Wolf auf zwei Beinen, der in mustergültiger Haltung zum Schuss ansetzt. »Kleiner Torschütze« heißt das und zumindest die russische Mannschaft hat derzeit allerlei Sabiwaki in ihren Reihen: Acht Tore hatte jedenfalls bis Donnerstagnachmittag kein anderes Team bei diesem Turnier erzielt.

Russland hat schon immer ein Herz für derlei Wesen: Tscheburaschka, einen sanftmütigen Zottel mit riesigen Ohren, lieben russische Kinder seit Generationen. Auch den putzigen Mischkabär von den Olympischen Spielen 1980 mag man hier bis heute.

Und so wie es 2018 läuft, werden sie auch Sabiwaka zugeneigt bleiben, zumal er wohl nicht nur mich an einen Zeichentrickstar der 70er Jahren erinnert, aus der Serie »Nu pogodi!« (Na warte!) - oder wie es im DDR-Fernsehen hieß: Hase und Wolf.

Ein nd-Kollege scherzte neulich auf Facebook, ich solle mich doch mal der Frage widmen, warum Sabiwaka eigentlich eine Taucherbrille trägt, ja, die bürgerliche Presse scheine keine Erklärung parat zu haben. Hahaha!

Nu pogodi, lieber Towarisch aus der Kulturabteilung, es antwortet Erfinderin Jekaterina Botscharowa: »Sabiwaka trägt keine Taucherbrille, sondern eine, wie Radprofis sie tragen. Er ist so schnell, dass ihm sonst die Augen tränen würden!« Die Designstudentin aus Tomsk erhielt für ihren Wolfsentwurf übrigens 500 Euro Gage. Sabiwaka wird millionenfach verkauft werden.

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