Werbung

Deutschland hilft nur sich selbst

Simon Poelchau über die Zinsgewinne der Bundesbank durch Athens Anleihen

  • Von Simon Poelchau
  • Lesedauer: 1 Min.

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Schnell verschleiert der richtige Ausdruck, wer Profiteur und wer Leittragender in einer Beziehung ist. Während der Eurokrise wurde gerne von »Hilfsprogrammen« oder »Hilfskrediten« für Griechenland gesprochen. So als ob Deutschland damals ganz uneigennützig »den Pleitegriechen« in ihrer Not unter die Arme gegriffen hätte. Doch das Gegenteil war der Fall, wie neue Zahlen der Bundesregierung beweisen. Deutschland hat sich nämlich seine »Hilfe« von Athen ordentlich bezahlen lassen.

Insgesamt 2,5 Milliarden Euro haben die Bundesbank und die staatliche Förderbank KfW durch den Ankauf griechischer Staatsanleihen seit 2010 verdient. Denn Griechenland muss auf dieses Geld Zinsen zahlen. Diese Milliarden landen letztlich im Haushalt des Bundes. Und nicht nur das: Im Rahmen der Kreditprogramme konnten Deutschland und die internationalen Gläubiger Athen nicht nur zu harten Sparmaßnahmen zwingen, sondern auch dazu, sein Tafelsilber billig zu verscherbeln. Der Verkauf griechischer Flughäfen an Fraport ist nur ein Beispiel, wie deutschen Unternehmen lukrative Geschäfte zugeschustert wurden.

Natürlich wäre ein Schuldenschnitt, wie ihn Athens SYRIZA-Regierung 2015 noch forderte, sinnvoller gewesen. Doch hätte Deutschland dann keine guten Geschäfte machen können. Denn helfen tut es nur sich selbst.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!