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Als die D-Mark kam

Die einseitige Währungsreform von 1948 stellte die Ostzone vor große Probleme

  • Von Günter Benser
  • Lesedauer: ca. 6.5 Min.

Als Siebzehnjähriger führte ich 1948 Tagebuch. Unter dem Datum 5. Juni ist dort zu lesen: »Durch die in der Zeitung angekündigte Währungsreform werden alle Leute in Unruhe versetzt. Es hat nun doch den Anschein, als ob es bald mal losginge. Jedenfalls sind die für den Westen angekündigten Bedingungen nicht günstig für die arbeitende Bevölkerung. Unmittelbar darauf müßte ja auch in der Ostzone eine Währungsreform einsetzen ... Schlimm ist es dadurch für die deutsche Einheit bestellt. Wie schwer wird es sein, diese zwei, dann schon als selbständige Staaten zu betrachtenden und doch gewaltsam getrennten Teile wieder zusammenzuschmieden. Schwere Wolken stehen am deutschen Himmel. Wird ein Sturm sie auseinandertreiben, oder wird ein Unwetter losschlagen, daß uns um Jahrzehnte, ja Jahrhunderte zurückwerfen wird?« Und am 18. Juni vermerkte ich die »niederschmetternde Nachricht«, dass in den Westzonen in zwei Tagen die Währungsreform in Kraft ...


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