Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.
Werbung

Merkel bastelt an Deals

Die Kanzlerin weiß, dass die Zeit drängt. Vor dem Brüsseler Sondertreffens versuchte sie noch Abkommen mit den Ländern im Nahen Osten abzuschließen, die besonders viele Flüchtlinge aufgenommen haben. Bei einem Treffen mit dem libanesischen Ministerpräsidenten Saad Hariri am Donnerstag sicherte sie ihm »weitere Unterstützung« zu. Im vergangenen Jahr stellte Berlin dem Land 380 Millionen Euro zur Verfügung. Libanon hat nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR fast eine Million syrische Flüchtlinge aufgenommen, gemessen an der Bevölkerung so viele wie kein anderes Land.

Die Kanzlerin hatte zuvor auch Jordanien besucht. In dem Land leben laut UNHCR rund 650 000 Geflüchtete. Merkel gewährte Amman einen Kredit von etwa 87 Millionen Euro zusätzlich zu den Entwicklungsgeldern in Höhe von 384 Millionen Euro für dieses Jahr.

Das Ziel beider Treffen liegt auf der Hand: Die Bürgerkriegsflüchtlinge sollen möglichst in den Anrainerstaaten gehalten werden und nicht nach Europa weiterreisen. Merkel wird mit ihren Besuchen gleichzeitig versucht haben, ein paar Popularitätspunkte zu sammeln. Fast jeder zweite Deutsche fordert derzeit eine Ablösung der Kanzlerin. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov sprachen sich 43 Prozent für einen Rücktritt Merkels aus. seb

Dieser Artikel ist wichtig! Sichere diesen Journalismus!

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen: Auf Grund der Coronakrise und dem damit weitgehend lahmgelegten öffentlichen Leben haben wir uns entschieden, zeitlich begrenzt die gesamten Inhalte unserer Internetpräsenz für alle Menschen kostenlos zugänglich zu machen. Dennoch benötigen wir finanzielle Mittel, um weiter für sie berichten zu können.

Helfen Sie mit, unseren Journalismus auch in Zukunft möglich zu machen! Jetzt mit wenigen Klicks unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung
  • Lastschrift

Solidarisches Berlin und Brandenburg

Corona ist nicht nur eine Gesundheitskrise. Es ist auch eine Krise des Sozialen. Wir beobachten alle sozialen und sozioökonomischen Entwicklung in der Hauptstadtregion, die sich aus der Verbreitung des Coronavirus ergeben.

Zu allen Artikeln