Nach Abpfiff vor Gericht

Im Amateurfußball gibt es zahlreiche Spielabbrüche - ein Beispiel aus der Kreisklasse B

  • Von Lola Zeller
  • Lesedauer: ca. 4.5 Min.

»Die Verhandlung ist maximal schlecht gelaufen«, sagt Timo Jona. Seinen richtigen Namen möchte er nicht in einer Zeitung lesen. Dazu war das Erlebte zu krass. Der Fußballspieler der vierten Herrenmannschaft des SFC Friedrichshain nahm am vergangenen Freitag an einer Verhandlung vor dem Sportgericht des Berliner Fußball-Verbands teil. Gegenstand der Verhandlung war ein Spiel der zweiten Staffel der Kreisliga B zwischen dem SFC Friedrichshain und der dritten Herren des TSV Mariendorf.

Während des ganzen Spiels sei es zu rassistischen Beleidigungen und tätlichen Übergriffen von Seiten Mariendorfs gekommen, welche vom Schiedsrichter nicht geahndet worden seien, sagt Jona. »Der SFC Friedrichshain entschied, das Spiel unter diesen Bedingungen nicht fortzusetzen und verließ geschlossen den Platz.« So steht es in einem von den Friedrichshainern selbst angefertigten Bericht des Spiels.

Doch dieser Schritt wurden den Kickern aus Friedr...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.