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Shoa-Überlebende erhalten Ehrenbürgerwürde

Verleihung an Inge Deutschkron und Margot Friedländer an diesem Dienstag im Roten Rathaus

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Inge Deutschkron und Margot Friedländer »haben als Zeitzeugen des Holocaust den Kampf gegen das Vergessen zu ihrem Lebensthema gemacht«, erklärte Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) am Freitag in der Hauptstadt. Die Ehrenbürgerwürde wird ihnen am kommenden Dienstag im Festsaal des Berliner Rathauses verliehen.

Inge Deutschkron seien zahlreiche Gedenkorte wie etwa die Gedenkstätte Stille Helden im Haus der einstigen Blindenwerkstatt Otto Weidt zu verdanken, sagte Müller. Auch die jährliche Gedenkveranstaltung am Gleis 17 des Bahnhofs Berlin-Grunewald, von wo 1941 die ersten Berliner Juden ins Ghetto Litzmannstadt (polnisch: Lodz) deportiert wurden, gehe auf ihre Initiative zurück. Margot Friedländer habe mit ihrem großen Engagement nach ihrer Rückkehr aus New York in Schulen und anderen Einrichtungen die Ohren und Herzen vor allem junger Menschen erreicht, sagte Müller. Inge Deutschkron wurde 1922 als Tochter jüdischer Eltern im brandenburgischen Finsterwalde geboren. Ihr Vater, ein sozialdemokratischer Gymnasiallehrer, konnte 1939 nach England fliehen, während seine Frau und seine Tochter zurückbleiben mussten. Beide waren in der Blindenwerkstatt Otto Weidt in Berlin-Mitte tätig und lebten später bis Kriegsende im Untergrund.

Margot Friedländer wurde 1921 in Berlin geboren und im Frühjahr 1944 ins Ghetto Theresienstadt deportiert. Ihre Eltern und ihr Bruder wurden in Vernichtungslagern ermordet. Im Jahr 2014 wurde durch die Schwarzkopf-Stiftung zum ersten Mal der Margot-Friedländer-Preis verliehen. Der Preis und der dazugehörige Wettbewerb sollen Schüler sowie Lehrkräfte motivieren, sich mit dem Holocaust und heutiger Erinnerungskultur auseinanderzusetzen. epd/nd

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