Werbung

Keine gute Wahl

Sebastian Weiermann über die Landessprecher*innen-Wahl in NRW

  • Von Sebastian Weiermann
  • Lesedauer: 2 Min.

Echt jetzt? Ihr wollt Geld von mir?

Ja, herrgottnochmal, es kostet!

Auch, wenn's nervt – wir müssen die laufenden Kosten für Recherche und Produktion decken.

Also, mach mit! Mit einem freiwilligen regelmäßigen Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Die LINKE in NRW hat mit Inge Höger eine neue Landessprecherin. Gewählt wurde sie mit nur einer Stimme Mehrheit. Und das, obwohl sie keine Gegenkandidatin hatte. So richtig zufrieden sind die LINKEN in NRW also nicht mit ihrer neuen Chefin. Höger überschritt in ihrer Palästina-Solidarität ein ums andere Mal Grenzen, die auch für viele Menschen, die sich mit dem palästinensischen Kampf solidarisieren, klar sind. Es sind nicht nur sogenannte Antideutsche innerhalb und außerhalb der LINKEN, die ihr kritisch gegenüberstehen.

Das eigentliche Problem ist aber nicht die Person Inge Höger, sondern, dass es in der NRW-LINKEN offensichtlich zu wenige Frauen gibt, die das Amt der Landessprecherin ausüben möchten. Ein Grund dafür dürfte der schwelende Konflikt der unterschiedlichen Strömungen in der Partei sein. Keine »Wagenknecht- oder Kipping-Frau« möchte sich mit einer Wahlniederlage auf Landesebene eine blutige Nase holen. Der LINKEN bleibt zu wünschen, dass sich bis 2020, wenn wieder Landessprecher gewählt werden, eine Konsenskandidatin gefunden hat, mit der die unterschiedlichen Strömungen leben können. Sollte Inge Höger die Partei länger repräsentieren müssen, müsste die LINKE damit rechnen, dass sie in vielen Medien auf das Thema Antisemitismus von links reduziert wird. Das könnte Erfolge bei den kommenden Wahlen schwierig gestalten.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

9 Ausgaben für nur 9 €

Jetzt nd.DieWoche testen!

9 Samstage die Wochenendzeitung bequem frei Haus.

Hier bestellen