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Das Problem ist der Neokolonialismus

Sylvestre Bisimwa über das Kongo Tribunal und die fatale Logik der globalen Warenströme

  • Von Alexander Behr
  • Lesedauer: ca. 4.0 Min.

Herr Bisimwa, welche Reaktionen hat der Film in Kongo bisher ausgelöst?

In der Demokratischen Republik Kongo hat das Tribunal unglaubliche Wellen geschlagen: Denn obwohl es sich um eine Fiktion handelt, sieht man im Film, wie die tatsächlichen Opfer von Gewalthandlungen zu Wort kommen. Das Essenzielle war, dass sie ihre Meinung in einem geschützten Rahmen frei zum Ausdruck bringen konnten; sie konnten sich darauf verlassen, dass es einen Vorsitz, eine Jury und einen Richter gab und dass die formellen Regeln eines Tribunals eingehalten wurden.

Der Film weist über Kongo hinaus, nicht wahr?

Ja. Der Film stand auch beispielhaft dafür, wie Gerechtigkeit aussehen könnte. Das Tribunal hätte in einem beliebigen unterentwickelten Land des Südens stattfinden können, etwa in Nicaragua oder auf den Philippinen. In unserem Prozess werden nämlich zwei Probleme behandelt, die in einer Vielzahl von armen Ländern auftreten und die strukt...


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