Händewaschen rettet Leben

Vor 200 Jahren wurde der ungarische Arzt und Geburtshelfer Ignaz Semmelweis geboren

  • Von Martin Koch
  • Lesedauer: ca. 4.5 Min.
Wasser, Seife, Bürste – grundlegend für die Hygiene auch in Krankenhäusern.

Wer in vormoderner Zeit einen Arzt aufsuchte, begab sich nicht selten in Lebensgefahr. Denn die meisten Patienten wurden mit untauglichen Mitteln behandelt. Gewöhnlich war darunter ein Aderlass. Außerdem mussten sie Unmengen an Brech- und Abführmitteln zu sich nehmen, um, wie es hieß, schädliche oder überschüssige Säfte aus dem Körper zu entfernen. Auch mit der Sauberkeit war es nicht weit her. Ärzte dachten damals gar nicht daran, ihre medizinischen Instrumente vor dem Gebrauch zu reinigen oder sich bei der Behandlung mehrerer Patienten zwischendurch die Hände zu waschen. Viele Menschen starben deshalb an Infektionen. Die Grobheit der damaligen Medizin war übrigens ein Grund dafür, warum sich die Homöopathie entwickelte und mit ihr das Bestreben, kranke und geschwächte Patienten so schonend wie möglich zu behandeln.

Eine Gruppe war besonders gefährdet, ausgerechnet in der Obhut von Ärzten um ihr Leben fürchten zu müssen: schwange...

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