Werbung

Claudia Neumann wehrt sich

Sexismus im Netz

Echt jetzt? Ihr wollt Geld von mir?

Ja, herrgottnochmal, es kostet!

Auch, wenn's nervt – wir müssen die laufenden Kosten für Recherche und Produktion decken.

Also, mach mit! Mit einem freiwilligen regelmäßigen Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Nach Tagen der Anfeindungen hat sich ZDF-Kommentatorin Claudia Neumann erstmals zu den sexistischen Beleidigungen gegen sie geäußert. »Ich finde das einfach grauenvoll«, sagte die 54-Jährige der »Zeit« (Donnerstag). Die Hetze gerade in sozialen Netzwerken sei aber »kein Claudia-Neumann-Problem, sondern ein gesellschaftliches Phänomen«. Während der Fußball-Weltmeisterschaft ist Neumann online aufs Übelste beschimpft worden.

Neumann ist die einzige Frau, die im deutschen Fernsehen Spiele der WM in Russland kommentiert hat - viele Beleidigungen waren frauenfeindlich. »Vielleicht brauchen Männer ihre kleine Oase des Rückzugs, in der man sie Kind sein lässt«, sagte Neumann nun dazu. »Gewissen Menschen scheint zumindest jegliche Form des Anstands abhandengekommen zu sein. Jedes Anderssein geht ihnen gegen den Strich«, sagte Neumann weiter. »Ob es weibliche Kommentatoren sind oder homosexuelle Spieler, Fußballer mit Migrationshintergrund - manche Menschen scheinen nicht akzeptieren zu wollen, dass ihnen das Altbekannte abhandenkommt.«

Vor den Beschimpfungen werde sie »nicht einknicken«, betonte die Moderatorin. Seit der EM 2016 - schon damals war sie zur Zielscheibe geworden - überlege sie sich aber »zweimal, mit welchen Worten und mit welcher Wucht ich einen Spieler oder Trainer oder Manager kritisiere, weil ich nun weiß, wie tief das gehen kann«.

Das ZDF hat mittlerweile bei der Staatsanwaltschaft Mainz Strafantrag gegen zwei Nutzer gestellt, die sich gegenüber Neumann und dem Sender »extrem abfällig« geäußert hatten. dpa/nd

Aus dem nd-Shop
Fussball
Zum ersten Mal sind sie in einem Buch zusammengefasst: Die Fußballcartoons des bekennenden Hannover-96-Fans Uli Stein, Deutschlands Spitzenr...
6.00 €

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

Noch kein Abo?

Jetzt kostenlos testen!

14 Tage das »nd« gratis und unverbindlich als App, digital oder gedruckt.

Kostenlos bestellen