Werbung

Ruhani stellt Bedingungen

Treffen über Zukunft des Atomabkommens in Wien

Wien. Das Atomabkommen mit Iran hat aus Sicht des iranischen Präsidenten Hassan Ruhani nur dann eine Zukunft, wenn sein Land davon wirtschaftlich profitiert. »Wir werden nur so lange dabei bleiben, bis wir das Gefühl haben oder feststellen, dass wir einen Nutzen von diesem Abkommen haben«, sagte Ruhani nach einem Treffen mit Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) am Mittwoch in Wien.

Zuvor war Ruhani mit Präsident Alexander Van der Bellen zusammengekommen. Auch dort hatte er die Umsetzung der wirtschaftlichen Interessen seines Landes als Voraussetzung für die Zukunft des Pakts genannt: »Wenn die anderen Unterzeichner außer der USA die Interessen Irans sicherstellen können, will Iran weitermachen, auch ohne die USA.« Van der Bellen betonte, dass sich Österreich und die EU für den Fortbestand des Abkommens einsetzen wollten. Er bezeichnete die Vereinbarung als »Schlüsselelement in der Nichtverbreitung von Atomwaffen«.

Im Abkommen verpflichtet sich Iran, sein Atomprogramm überprüfbar zu begrenzen. Dafür sollten Wirtschaftssanktionen aufgehoben werden. Die USA wollen Iran zur Veränderung seiner Außenpolitik zwingen und haben den Pakt aufgekündigt, um das Land mit Sanktionen belegen zu können. Am Freitag beraten die Außenminister der verbliebenen Partner - Großbritannien, China, Russland, Deutschland und Frankreich. Die Vereinbarung war 2015 in Wien geschlossen worden.

Ruhani war am Mittwoch nach Wien gekommen. Er will sich auch mit dem Chef der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA, Yukiya Amano, treffen. dpa/nd

Dieser Artikel ist wichtig! Sichere diesen Journalismus!

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen: Auf Grund der Coronakrise und dem damit weitgehend lahmgelegten öffentlichen Leben haben wir uns entschieden, zeitlich begrenzt die gesamten Inhalte unserer Internetpräsenz für alle Menschen kostenlos zugänglich zu machen. Dennoch benötigen wir finanzielle Mittel, um weiter für sie berichten zu können.

Helfen Sie mit, unseren Journalismus auch in Zukunft möglich zu machen! Jetzt mit wenigen Klicks unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung

Solidarisches Berlin und Brandenburg

Corona ist nicht nur eine Gesundheitskrise. Es ist auch eine Krise des Sozialen. Wir beobachten alle sozialen und sozioökonomischen Entwicklung in der Hauptstadtregion, die sich aus der Verbreitung des Coronavirus ergeben.

Zu allen Artikeln