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Tierschutzbund fordert Sonderfonds für Heime

In Thüringen gibt es erstmals einen Sanierungstopf in Höhe von einer Million Euro

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Mühlhausen. Kaputte Dächer, alte Zwinger und rissige Fundamente: »Viele der 550 Tierheime in Deutschland leiden unter einem Sanierungsstau oder sind bereits abrissreif«, sagt Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes.

Schröder fordert einen Sonderfonds in Höhe von 50 Millionen Euro für Investitionen in den nächsten drei bis fünf Jahren. Ansonsten drohe ein Zusammenbruch der Tierheim-Struktur in Deutschland. Die Einnahmen der Tierheime seien so gering, dass ihnen bereits in der ersten Jahreshälfte die Luft ausgehe, betont Schröder. Andererseits nähmen die Kommunen jährlich 300 Millionen Euro Hundesteuer ein.

Tierschutz gehört laut Schröder zur Pflicht der Kommunen, Städte und Gemeinden schöben diese Aufgabe aber oft auf karitative Vereine ab. Die Tierheime würden ständig mit neuen Auflagen übersät und hätten beispielsweise angesichts von Hundeverordnungen mit Rasselisten große Vermittlungsprobleme.

Schröders Einschätzung nach funktioniert der Tierheimbetrieb nur mit einer großen Anzahl ehrenamtlicher Helfer. Futter, Personal, Tierarztkosten müssten von Spenden und Erbschaften finanziert werden.

Der Präsident des Deutschen Tierschutzbundes fordert bezüglich der Definition für Fundtiere eine Klarstellung im Gesetz. Es müsse anerkannt werden, dass »jedes Tier ein Fundtier« sei. Dann würden die Heime mehr Geld für ihre Tieraufnahme bekommen. Bislang gelten etwa Katzen laut Schröder oft nicht als Fundtiere. Nach Angaben des Vorsitzenden des Thüringer Tierschutzbundes, Gerd Fischer, gibt es in Thüringen erstmals einen Sanierungstopf in Höhe von einer Million Euro. »Damit können erst einmal die schlimmsten Defizite beseitigt werden«, sagte Fischer. Neu sei auch die Förderrichtlinie für Investitionen in Tierheimen in Höhe von 80 000 bis 90 000 Euro jährlich und die Bereitstellung von erstmals 150 000 Euro für die Kastration frei lebender Katzen. dpa/nd

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