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Antipädagogik

Bildungslexikon

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Antipädagogik. Die Antipädagogik wurde mit dem gleichnamigen Buch des Psychologen und Publizisten Ekkehard von Braunmühl 1975 einem breiteren Publikum bekannt. Dem Ansatz liegt die Annahme zugrunde, der Mensch werde von Gefühlen und Intuitionen gesteuert, nicht von der Vernunft. Da beides dem Menschen von Geburt an eigen sei, wisse das Kind, was es brauche und ihm gut tue. Es besitze somit ein Urteilsvermögen und bedürfe keines formenden erzieherischen Einflusses. Auch die Reformpädagoginnen Maria Montessori und Célestin Freinet standen für von Braunmühl Pate. Er stützte sich zudem auf die Antipsychiatriebewegung der 1960er Jahre, die sich kritisch zum Umgang mit psychisch Erkrankten verhielt.

Beeinflusst wurde von Braunmühl auch von den Ideen der Anarchisten Pierre Josef Proudhon und Max Stirner. Von Braunmühl verriss deshalb alle Pädagogik. Familie und Schule seien, so seine Schlussfolgerung, die ideologischen Heimstätten zur Aufrechterhaltung der herrschenden Kultur und Ordnung. Kinder müssten daher ihre Lernprozesse im direkten Lebensumfeld selbst steuern. In seinem 1970 gegründeten, noch bestehenden ersten »Antipädagogischen Club Kinderhaus« setzte er seine Ideen um. tgn

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