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Mosekunds Montag

  • Von Wolfgang Hübner
  • Lesedauer: 1 Min.

Herr Mosekund hatte ein elektrisches Lesezeichen gekauft, das aber schon nach wenigen Tagen seinen Geist aufgab. Er ging ins Kaufhaus, um es zu reklamieren. In der Fachabteilung für Lesezubehör erklärte man ihm, er müsse zum Kundendienst im Parterre. Dort verwies man ihn an die Sofortwerkstatt im vierten Stock, deren Fachmann allerdings nichts ausrichten konnte. Stattdessen schickte er Herrn Mosekund zur Zentralen Informationsstelle, die gerade nicht besetzt war, weshalb er noch einmal die Fachabteilung aufsuchte, wo ein Mitarbeiter eine Weile telefonierte und schließlich mittelte, er habe Herrn Mosekund in der Warenausgabe angekündigt. Am Abend saß Herr Mosekund erschöpft in seinem Lesesessel, das neue Lesezeichen in der Hand, und entnahm dem Wochenblatt, dass eben jenes Kaufhaus unter einem Mangel an Laufkundschaft leide. Für dieses Problem, dachte Herr Mosekund, haben sie ja eine famose Lösung gefunden.

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