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  • Politik
  • Jawaharlal Nehru Universität in Indien

Oase der Kritik

Die Jawaharlal Nehru Universität prägt das intellektuelle Leben wie kaum eine andere Hochschule in Indien / Hindunationalisten ist sie ein Dorn im Auge

  • Von Dominik Müller, Delhi
  • Lesedauer: ca. 7.0 Min.

Ein Areal von 400 Hektar, üppige Vegetation, wenig Verkehr: Der weitläufige Campus der Jawaharlal Nehru Universität (JNU) im Süden des hektischen und smoggeplagten Molochs Delhi ist eine Oase der Ruhe. Nur 8000 Studierende zählt die Universität, dennoch ist sie von größerer gesellschaftspolitischer Bedeutung als die Delhi-Universität mit ihren knapp 400 000 Studierenden. Besonders die sozial- und geisteswissenschaftlichen Fakultäten der JNU gelten als die besten Südasiens. Hier werden die gesellschaftspolitischen Konflikte des Subkontinents bearbeitet: Kastendiskriminierung, soziale Ungleichheit und Frauenunterdrückung zum Beispiel. Die Fakultäten sind das intellektuelle Gravitationszentrum Indiens und der amtierenden Regierung der hindunationalistischen Volkspartei BJP mit ihrem Motto »Indien den Hindus« ein Dorn im Auge.

Immer wieder mobilisieren rechte Gruppierungen gegen die Universität. Ein vorläufiger Höhepunkt der Angriffe ...


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