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Seen gehören dem Volk

Andreas Fritsche zur verhinderten Privatisierung von Gewässern

  • Von Andreas Fritsche
  • Lesedauer: 2 Min.

Es ist schlimm, dass das Land Brandenburg blechen musste, um die Privatisierung ostdeutscher Seen zu verhindern. Denn diese Seen waren in der DDR Volkseigentum. Sie haben dem Land also eigentlich sowieso bereits gehört. Aber die Privatisierungen nach der Wende, auch die von volkseigenen Betrieben, sind ohnehin ein Stück aus dem Tollhaus gewesen.

Der Bund wollte die Seen nicht umsonst herausgeben. Das Land Brandenburg konnte das nicht ändern und hat gut daran getan, für 194 Seen im Bundesland 6,9 Millionen Euro hinzulegen, um zu verhindern, dass diese Seen an Privatleute verschachert und dann möglicherweise abgesperrt werden. Dazu kann es jetzt glücklicherweise nicht mehr kommen. Die 6,9 Millionen Euro sind also gut und verantwortungsbewusst angelegt.

Eine andere Frage ist es, ob Seen in Naturschutzgebieten besser allesamt beim Land verblieben wären. Sie hätten dann vom Landesumweltamt oder von der Stiftung Naturschutzfonds betreut werden können. Aber auch solche Seen werden mittlerweile manchmal kostenlos an die Kommunen weitergereicht. Ob sie da künftig in jedem Fall in den besten Händen sind, wird sich zeigen.

Die Skepsis in dieser Frage ändert aber nichts an der Tatsache, dass die Seen in öffentlichem Eigentum bleiben. Das ist die Hauptsache - und es ist das Verdienst von vielen Menschen, die mehrere Jahre darum gekämpft haben, dass die umstrittene Privatisierung der Seen durch die bundeseigene Bodenverwertungs- und -verwaltungsgesellschaft aufhört. Das haben Politiker und Naturschützer mit ihrem Engagement erreicht, aber auch einfache Bürger, die ihre Unterschrift unter eine Petition an den Bundestag setzten.

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