Werbung

Fernwestliches Versprechen

Deutschland und China investieren in gute Beziehungen

Berlin. Deutschland und China haben sich demonstrativ zum Freihandel bekannt und vor Protektionismus gewarnt. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sagte am Montag bei einem Treffen mit dem chinesischen Ministerpräsidenten Li Keqiang in Berlin, Deutschland sei »interessiert an einem multilateralen Handelssystem mit fairen und freien Zugängen«. Die beiden Länder hätten sich darauf verständigt, »dass wir uns an das Regelwerk der Welthandelsorganisation WTO halten wollen und dass wir auf Multilateralismus setzen auch bei den Handelsfragen«, sagte Merkel weiter. »Und dies ist ein gemeinsames Bekenntnis.« Li sprach von einer »Bekämpfung« der »wieder aufblühenden handelsprotektionistischen Kräfte« - ein klarer Verweis auf US-Präsident Donald Trump, der eine Reihe von Strafzöllen verhängt hat. Erst am vergangenen Freitag waren US-Zölle auf chinesische Produkte im Wert von 34 Milliarden Dollar in Kraft getreten.

Anlässlich der Regierungskonsultationen unterzeichneten mehrere Firmen Vereinbarungen für ein stärkeres Engagement in China. Gleichzeitig verkündete die Bundesregierung auch eine Projektvereinbarung zwischen dem Freistaat Thüringen und dem auf Batteriezellen spezialisierten Unternehmen CATL aus China. Merkel hob die Entscheidung des chinesischen Herstellers zum Aufbau einer Batteriezellenfabrik für Elektroautos in Erfurt hervor. Dies sei »ein wichtiger Tag für Thüringen«. Diese Technologie werde von deutschen Anbietern bisher nicht angeboten, so dass die deutsche Autobranche auch chinesische Produkte kaufen dürfte. »Wenn wir es selbst könnten, wäre ich auch nicht traurig«, sagte Merkel. Wenn der chinesische Investor nach Europa komme, sei es aber gut, wenn dies in Deutschland stattfinde. Agenturen/nd Seiten 4 und 6

Dieser Artikel ist wichtig! Sichere diesen Journalismus!

Als unabhängige linke Journalist*innen stellen wir unsere Artikel jeden Tag mehr als 25.000 digitalen Leser*innen bereit. Die meisten Artikel können Sie frei aufrufen, wir verzichten teilweise auf eine Bezahlschranke. Bereits jetzt zahlen 2.600 Digitalabonnent*innen und hunderte Online-Leser*innen.

Das ist gut, aber da geht noch mehr!

Helfen Sie mit, unseren Journalismus auch in Zukunft möglich zu machen und noch besser zu werden! Jetzt mit wenigen Klicks beitragen!  

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!