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Liu Xia in Deutschland

Außenminister Maas begrüßt »menschliche Lösung« für chinesische Dichterin

  • Lesedauer: 2 Min.

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Unterstützer begrüßten Liu Xia am Montag in Berlin.
Unterstützer begrüßten Liu Xia am Montag in Berlin.

Berlin. Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) hat sich erfreut über die Ankunft der chinesischen Dichterin Liu Xia in Deutschland gezeigt. »Es ist eine erfreuliche Nachricht, dass Liu Xia heute in Deutschland eingetroffen ist«, schrieb Maas am Dienstagabend im Kurzbotschaftendienst Twitter. Es sei »gut, dass eine menschliche Lösung gefunden werden konnte«. Liu Xia könne sich nun in Deutschland in ärztliche Behandlung begeben. »Wir hoffen auf eine schnelle Genesung«, schrieb Maas.

Die Witwe des Friedensnobelpreisträgers Liu Xiaobo war am Nachmittag in Berlin gelandet. Die Dichterin war zuvor von Peking ins finnische Helsinki geflogen, von wo aus sie nach Deutschland weiterreiste. Nach Angaben des chinesischen Außenministeriums verließ sie die Volksrepublik »auf eigenen Wunsch« zur medizinischen Behandlung. Freunden zufolge leidet sie unter schweren Depressionen.

Seit der Verleihung des Friedensnobelpreises an ihren Mann im Jahr 2010 war Liu Xias Bewegungsfreiheit massiv eingeschränkt, sie stand unter ständiger Bewachung - ohne je eines Verbrechens beschuldigt worden zu sein. Ihr Mann Liu Xiaobo war im Juli vergangenen Jahres an Leberkrebs gestorben.

Dissident Qin Yongmin erneut verurteilt

Unterdessen wurde bekannt, dass der Dissident Qin Yongmin wegen »Untergrabung der Staatsgewalt« in China zu 13 Jahren Haft verurteilt worden ist. Ein Volksgericht in Wuhan (Provinz Hubei) befand ihn am Mittwoch der für schuldig, wie aus einer Mitteilung hervorging. Der 64-Jährige ist ein Veteran der Menschenrechts- und Demokratiebewegung in China. Wegen seiner Aktivitäten hat er schon Haftstrafen von insgesamt 22 Jahren abgesessen. Agenturen/nd

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