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Emendörfers Odyssee

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Anlässlich des 75. Jahrestages der Gründung des Nationalkomitees »Freies Deutschland« (NKFD) am 12. Juli 1943 in Krasnogarsk lädt die Gedenkstätte Deutscher Widerstand am Donnerstagabend zu einem Vortrag ein. Jan Emendörfer, Chefredakteur der »Leipziger Volkszeitung«, wird über seinen Vater, Mitbegründer des NKFD, sprechen.

Der 1911 geborene Schuhmacher Max Emendörfer gehörte seit 1931 der KPD an und wurde 1934 von den Nazis wegen antifaschistischen Widerstands zu einem Jahr Gefängnis verurteilt, jedoch auch noch danach in »Schutzhaft« behalten und erst 1937 aus dem KZ Sachsenhausen entlassen. 1942 desertierte er an der Ostfront aus der Wehrmacht, besuchte eine Antifaschule und wurde Frontbevollmächtigter des NKFD, dessen Präsidium er auch angehörte. Nach der Befreiung vom Faschismus wurde Emendörfer vom sowjetischen Geheimdienst wegen angeblicher Spitzeltätigkeit interniert. Seine Odyssee durch diverse Lager endete erst 1947. nd

12. Juli, 19 Uhr, Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Stauffenbergstraße 13, Mitte.

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