Sehen und gesehen werden

Vor 170 Jahren fand die erste Frauenrechtskonferenz der USA statt. Ihr berühmtester Gast war männlich - und noch zehn Jahre zuvor Sklave.

  • Von Regina Stötzel
  • Lesedauer: ca. 6.0 Min.

Natürlich ist es mir ein großes Vergnügen, deine freundliche Einladung anzunehmen«, schreibt Frederick Douglass am 14. Juli 1848 in Rochester, einer Stadt am Ontariosee im US-Staat New York, in einem kurzen Brief. Die Empfängerin, Elizabeth M’Clintock, ist eine Bekannte von ihm, deren Familie er herzlich grüßen lässt. Das Ereignis, zu dem er sein Kommen ankündigt, findet zwar bereits fünf Tage später statt, aber in Seneca Falls, keine 50 Meilen Luftlinie entfernt, also für amerikanische Verhältnisse nur einen Katzensprung. Und der Anlass scheint nicht so außergewöhnlich zu sein, als dass er spontan Fragen oder Kommentare ausgelöst hätte. Douglass erwähnt lediglich knapp, auf welche Weise er zuerst von der geplanten Veranstaltung erfahren hat und wen er dort zu treffen hofft. Weiter nichts. Das verwundert, denn es geht um den ersten Frauenrechtskongress in den USA, die Women’s Convention von Seneca Falls.

Dass mit Frederick Douglas...

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