Werbung

Hoher Einsatz

Menschenleben sind kein politisches Druckmittel, findet Samuela Nickel

  • Von Samuela Nickel
  • Lesedauer: 1 Min.

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Der Einsatz: Ein Holzschiff in Seenot mit 450 Menschen darauf. Die Spieler: Italien und Malta. Sie streiten sich seit Freitag, wo das Boot mit den Geflüchteten anlegen soll. Letztendlich nehmen zwei Schiffe von Frontex die Gestrandeten am Samstag auf und müssen dann selbst wiederum im Mittelmeer ausharren, da kein Hafen sie will. Die italienische Regierung pokert um jeden einzelnen Geretteten: Italien stellt dabei nun sogar Bedingungen für die Anlandung von staatlichen Frontex-Schiffen - weitere Länder sollen so gezwungen werden, die Flüchtlinge aufzunehmen.

Nach stundenlangen Verhandlungen sagen am Sonntag Malta, Deutschland und Frankreich die Aufnahme von jeweils 50 Menschen zu. Der Beigeschmack von Widerwille bleibt auf allen Seiten, vergessen scheint: Es ist ein tagelanges Pokerspiel um Menschenleben. Dabei könnte es auch eine »europäische Lösung« ohne so ein nationalistisches Territorialverhalten geben: In der italienischen Stadt Ventimiglia haben am Samstag Tausende für ein offenes Europa und gegen Abschottung demonstriert. Sie forderten ein europäisches Aufenthaltsrecht und das Recht auf Mobilität für Geflüchtete und Migranten. Denn was die Menschen auf den Booten wollen, fragt kaum einer. Sie aber haben den höchsten Einsatz.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

Noch kein Abo?

Jetzt kostenlos testen!

14 Tage das »nd« gratis und unverbindlich als App, digital oder gedruckt.

Kostenlos bestellen