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Badespaß nicht ohne Vorsichtsmaßnahme

Fragen & Antworten zur Badezeit

Wie viele Menschen sterben jährlich im Wasser?

2017 sind 404 Menschen ertrunken. Binnengewässer sind nach wie vor die Gefahrenquelle Nummer eins. 329 Menschen verloren ihr Leben in Flüssen, Bächen, Seen und Kanälen. 756 Menschen wurden vor dem Tod in den Fluten gerettet.

Wann ertrinken die meisten Menschen?

Bei gutem Wetter gibt es mehr Badeunfälle. Im Jahr 2017 ertranken die meisten Menschen: im Juni 69, im Juli 55. Im Jahr zuvor waren es insgesamt und auch in den Sommermonaten deutlich mehr: im August 92.

Was sind die Hauptgründe für diese Unglücke?

Leichtsinn, Übermut und Unkenntnis über Gefahren spielen dabei eine große Rolle, so die DLRG zur hohen Zahl männlicher Ertrunkener. Senioren gehe schnell die Kraft aus, Herzprobleme oder Diabetes seien oft ein Problem. Darüber hinaus sei die Schwimmfähigkeit insgesamt rückläufig. Laut einer Elternumfrage von Forsa kann mehr als die Hälfte der Grundschüler in Deutschland nicht richtig schwimmen. Grund: Jede vierte Grundschule hat keinen Zugang zu Bädern.

Ist es gefährlich, mit vollem Magen ins Wasser zu gehen?

Diese Baderregel hört man oft. Die Bewegungen fallen mit vollem Bauch schwerer. Daher warnt die DLRG vor dem Gang ins Wasser mit vollem Bauch, auch bei Kindern. Sie übernähmen sich eher mal. Wenn ihnen beim Baden oder Schwimmen übel wird, sie gar erbrechen und möglicherweise Wasser schlucken, könne es lebensgefährlich werden. Die DLRG rät davon ab, dass Kinder direkt nach dem Essen ins Wasser gehen. Zudem sollten Kinder beim Baden immer überwacht werden. Auch ein leerer Magen kann zum Problem werden. Denn zum Schwimmen braucht der Körper viel Energie: In zehn Minuten wird ungefähr die Energie eines Apfels verbraucht.

Bleibt das Herz beim Sprung ins kalte Wasser stehen?

Beim Sprung in kaltes Wasser ziehen sich die Gefäße zusammen und pumpen das Blut auf einmal zum Herz. Dies belastet die rechte Herzkammer stark und kann bei Menschen mit unerkannten Herzerkrankungen zu Rhythmusstörungen führen. Außerdem werde ein Reflex ausgelöst, wenn kaltes Wasser auf das Gesicht trifft. Herzfrequenz und Blutdruck sinken schnell und manchmal sehr stark. In den seltensten Fällen sei so ein Ereignis tödlich. Allerdings kann es im Wasser zum Verlust der Orientierung oder zu Bewusstlosigkeit kommen.

Macht nasse Kleidung das Überleben schwerer?

Kleidung erhöht den Widerstand beim Schwimmen. Man braucht mehr Kraft und kommt langsamer voran. Dass nasse Kleidung im Wasser jedoch gefährlich nach unten zieht, ist ein Irrglaube. Stattdessen könne sie sogar Auftrieb geben. Je nach eigener Bewegung kann für eine Zeit die Luft aus der Kleidung am Körper bleiben. Sie sorgt für wichtige Wärme.

Wieso ist es schwierig, einen Ertrinkenden zu retten?

Menschen, die im Wasser in Not geraten, werden oft panisch, schlagen um sich und versuchen, sich an irgendetwas festzuhalten. Für Laien ist es daher schwierig, einen Ertrinkenden aus dem Wasser zu ziehen und sich aus seinen festen Griffen zu befreien. Die DLRG rät für den Notfall: Hilfe holen und der Person Schwimmhilfen oder andere Gegenstände zuwerfen, an denen sie sich festhalten kann. dpa/nd

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