Werbung

Staatsanwalt: Behörde war informiert

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Das in Blankenfelde-Mahlow (Teltow-Fläming) ansässige Pharmaunternehmen Lunapharm Deutschland GmbH steht im Zentrum eines möglichen Pharmaskandals. Das RBB-Magazin »Kontraste« hatte berichtet, dass die Brandenburger Firma jahrelang mit vermutlich gestohlenen Krebsmedikamenten aus Griechenland gehandelt haben sollen.

Vorgeworfen werden dem Unternehmen nicht nur der Handel mit gestohlener Ware, sondern auch Verstöße gegen Lager- und Transportvorschriften für Arzneimittel. Sollte die Kühlkette nicht eingehalten worden sein, könnten die Medikamente ihre Wirkung verloren haben. Falls diese Vorwürfe zutreffen, ergibt sich daraus eine direkte Gefahr für die Patient*innen, die mit diesen Medikamenten behandelt worden sind.

Das Gesundheitsministerium in Potsdam verstrickt sich derweil in Widersprüche. Auf Anfrage von »Kontraste« hatte das Ministerium mitgeteilt, es habe bislang keine Hinweise gegeben, dass mit Arzneimitteln gehandelt worden sei, die Gegenstand von Straftaten oder in ihrer Qualität beeinträchtigt seien. Dies widerspricht der Berichterstattung, wonach »Kontraste« ein E-Mail-Verkehr zwischen dem griechischen Gesundheitsministerium und der dem Gesundheitsministerium unterstellten Behörde in Brandenburg vorliegt. Daraus gehe hervor, dass bereits 2016 mitgeteilt wurde, dass in Deutschland mit gestohlenen Medikamenten aus Athen gehandelt worden sei.

Auch die zuständige Staatsanwaltschaft in Potsdam wusste offenbar Bescheid. Sie durchsuchte die Firma Lunapharm bereits Ende 2017 im Rahmen von Ermittlungen wegen Hehlerei und Verstößen gegen Arzneimittelvorschriften. Laut Aussage der Staatsanwaltschaft wusste die Behörde von den Ermittlungen.

Die Pressestelle des Gesundheitsministeriums teilte dem »nd« hingegen mit, man habe von den Ermittlungen wegen Hehlerei erst über die Presse erfahren. Die Behörde habe aber bereits 2016 wegen einer nicht ordnungsgemäßen Großhandelserlaubnis gegen Lunapharm ermittelt.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

9 Ausgaben für nur 9 €

Jetzt nd.DieWoche testen!

9 Samstage die Wochenendzeitung bequem frei Haus.

Hier bestellen