Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.
Werbung

Es geht ums Geschäft

Jürgen Amendt über Mark Zuckerbergs verbalen Ausrutscher

  • Von Jürgen Amendt
  • Lesedauer: 1 Min.

Das Internet ist das Über-Ich des modernen Menschen. Es hat als moralische Kontrollinstanz schon längst die Kirche und andere Zeigefinger-Institutionen ersetzt. Man muss also aufpassen, was man den Leuten vom Internet so anvertraut. Vor allem muss man sich deutlich genug ausdrücken, damit man hinterher nicht als moralisch Verfehlter am Pranger steht. Mark Zuckerberg müsste das eigentlich wissen, denn er hat Facebook ja erfunden. Warum er in einem Interview mit einem US-amerikanischen Technikblog, in dem es um die Bekämpfung der Verbreitung von Falschinformationen und Verschwörungstheorien auf Facebook ging, der Reporterin anvertraute, das Leugnen des Holocaust empfinde er als Jude zwar persönlich beleidigend, aber deshalb müsse man solche Inhalte nicht von Facebook entfernen, weil eben viele Leute bei vielen Dingen falsch liegen, bleibt sein Geheimnis. Den daraufhin einsetzenden Shitstorm (manche nennen es Kritik) im Netz hätte er sich doch denken können.

Da hilft es auch nicht mehr, wenn Zuckerberg eiligst versicherte, selbstverständlich habe Facebook die Verantwortung, das Verbreiten der Holocaust-Leugnung zu verhindern. Zuckerberg hätte auch ganz ehrlich sein und der Reporterin Ich-bewusst entgegnen können: Klickzahlen und Traffic sind unser Geschäft, und nur das interessiert mich!

Dieser Artikel ist wichtig! Sichere diesen Journalismus!

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen: Auf Grund der Coronakrise und dem damit weitgehend lahmgelegten öffentlichen Leben haben wir uns entschieden, zeitlich begrenzt die gesamten Inhalte unserer Internetpräsenz für alle Menschen kostenlos zugänglich zu machen. Dennoch benötigen wir finanzielle Mittel, um weiter für sie berichten zu können.

Helfen Sie mit, unseren Journalismus auch in Zukunft möglich zu machen! Jetzt mit wenigen Klicks unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung

Solidarisches Berlin und Brandenburg

Corona ist nicht nur eine Gesundheitskrise. Es ist auch eine Krise des Sozialen. Wir beobachten alle sozialen und sozioökonomischen Entwicklung in der Hauptstadtregion, die sich aus der Verbreitung des Coronavirus ergeben.

Zu allen Artikeln