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Jaime Guardia

10. 2. 1933 - 16. 7. 2018

Sein Freund, der renommierte Schriftsteller José María Arguedas, widmete Jaime Guardia sein berühmtes Buch: »Todas las sangres«, auf Deutsch als »Trink mein Blut, trink meine Tränen« erschienen. Jaime Guardia würde die peruanische Musik verkörpern, grenzenlos vom Feuer bis zu den Tränen. Arguedas war wie Guardia um die Förderung und den Erhalt der indigenen Kultur im peruanischen Hochland bemüht. Der eine schrieb, der andere spielte Charango, ein kleines Zupfinstrument. Seine erste mit Ziegendarmsaiten bestückte Mandoline schenkte ihm sein Cousin, als Guardia 13 Jahre alt war. Mit 16 Jahren migrierte Guardia wie so viele vom Hochland in die Hauptstadt Lima an die Küste. Auch dort spielte er weiter und brachte es im Laufe der Zeit als Autodidakt zur Meisterschaft. Bei den Liedern besann er sich auf jene, die er in der Kindheit in den Gemeinden der Hochlandregion Ayacucho zu Ohren bekam. Melancholie und Traurigkeit schwingen in seiner Musik häufig mit.

In seiner rund 70-jährigen Karriere nahm Guardia solo und mit seiner Band »La Lira Paucina« mehr als 60 Alben auf und stand auf Bühnen in aller Welt. Er sang auf Spanisch und in der Indigenen-Sprache Quechua. Nun ist der als führender Charango-Spieler Perus geltende Guardia im Alter von 85 verstorben. mli

Dragutin Surbek

8. 8. 1946 – 15. 7. 2018

Fünf, sechs, sieben oder acht Meter stand Dragutin Surbek hinter der Tischtennisplatte – und konterte die Attacken seiner Konkurrenten meist perfekt. Und weil er dabei mit seinen Topspin-Schlägen immer selbst angriffsbereit blieb, nannten sie ihn den »Tiger von Zagreb«. Mehr als 20 Jahre hielt er sich in der Weltspitze. Seinen ersten EM-Titel im Einzel 1968 feierte Dragutin Surbek als Jugoslawe, 30 Jahre später spielte er immer noch – mit seinem, jüngsten gleichnamigen Sohn für Kroatien im Doppel.

Am vergangenen Sonntag verstarb Surbek im Alter von 71 Jahren in seiner Geburtsstadt Zagreb. Verehrt wurde er schon zu Lebzeiten, so mit einer Briefmarke zur EM 2002, die ihn und seinen Doppelpartner Antun Stipancic zeigte. Zusammen wurden sie 1979 Weltmeister. Vier Jahre später wiederholte er diesen Erfolg mit Zoran Kalinic.

An der Platte zeigte Surbek kaum Emotionen und wurde von Gegnern schon mal als »Robotergesicht« verflucht. »Konzentration ist sehr wichtig«, sagte er. Und Fleiß: Als Jugendlicher brach er nachts mit einem Freund regelmäßig in die Sporthalle ein: »Sechs Stunden am Tag Tischtennis sind zu wenig.« alu

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