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Österreich schließt »Registrierungen« jüdischer Käufer auf

Kanzleramtsminister Blümel: »Bekennen uns ganz klar zu unseren jüdisch-christlichen Wurzeln«

  • Lesedauer: 2 Min.

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Wien. Eine Registrierung von Juden vor dem Kauf von koscherem Fleisch schließt die Regierung in Österreich aus. »Wir bekennen uns ganz klar zu unseren jüdisch-christlichen Wurzeln und werden diese auch künftig gegen Eingriffe und Angriffe verteidigen«, sagte Österreichs Kanzleramtsminister Gernot Blümel (ÖVP) am Freitag gegenüber der Nachrichtenagentur APA. Jeder Form einer persönlichen Registrierung sei »völlig indiskutabel und kommt für uns niemals infrage.«

Damit reagierte die Bundesregierung auf Pläne im Bundesland Niederösterreich, dass jeder einzelne Kunde vor dem Kauf von koscherem Fleisch konkret einen religiös bedingten Bedarf nachweisen solle. Dies wurde vom zuständigen FPÖ-Minister mit dem Tierschutz begründet. Beim sogenannten Schächten wird dem Tier ohne vorherige Betäubung die Kehle aufgeschnitten und es blutet aus. Ziel ist dabei, dass das Tier möglichst vollständig ausblutet, denn der Verzehr von Blut ist sowohl im Judentum als auch im Islam untersagt.

Die Pläne hatten in den jüdischen Gemeinden in Österreich und Deutschland, aber auch unter den Muslimen der Alpenrepublik für Empörung gesorgt. Eine Registrierung von Juden erinnere an die dunkelsten Kapitel des Landes, hieß es unter Verweis auf die Nazi-Zeit. Auch die Ministerpräsidentin Niederösterreichs, Johanna Mikl-Leitner (ÖVP), hatte den Plänen ihres Ministers eine Absage erteilt und eine praxisnahe Lösung angekündigt. Agenturen/nd

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