Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.

Klötzchenstadt aus der Retorte

Hessen: Das neue Europaviertel in Frankfurt am Main zieht viel Kritik auf sich

  • Von Thomas Maier, Frankfurt am Main
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Vor gut zehn Jahren schwärmte der damalige Frankfurter Planungsdezernent Edwin Schwarz von der »Champs Élysées« für das neue Europaviertel. Inzwischen hat das Städtebauprojekt, das zu den größten Deutschlands gehört, tatsächlich einen fast so großen Boulevard wie das Pariser Vorbild erhalten: 60 Meter breit und mit einer Flanierzone von sieben Metern. Nur flanieren sieht man auf den Bürgersteigen kaum jemanden. Der Volksmund hat die überdimensionierte Achse von mehreren Kilometern Länge daher zur »Stalin-Allee« erklärt.

Wie in einer aus dem Boden gestampften Retortenstadt in Osteuropa führt die Straße schnurgerade entlang uniform wirkender Neubauten mit leblosen Fassaden. Von einer am Reißbrett entwickelten »Klötzchenarchitektur« sprechen Kritiker - Architektur ohne Sinn für öffentliche Räume. »Missglückt« nennt Frankfurts bekanntester Architekt Christoph Mäckler das Viertel. Es fröstle ihn dort »angesichts der abstoßenden Kälte u...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.