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Die kleine Provinzstadt Mannheim und die weltberühmte Metropole New York haben mehr gemeinsam, als man auf den ersten Blick glauben will, handelt es sich doch bei beiden Stadtzentren um Planstädte. Vielleicht kommt daher der Name »Manhattan« für die Innenstadt am Hudson River. Auch sind beide für ihre internationale Partyszene bekannt, davon zeugt auch das von beiden geteilte Stadtmotto »the city that never sleeps«, und Partyszenen wiederum sind bekannt für ihre Probleme mit den Anwohnern.

Nach einem Modellversuch in der Provinzstadt New York wurde nun auch in der Weltstadt Mannheim ein Nachtbürgermeister in einem fragwürdigen Verfahren gewählt: Hendrik Meier konnte sich vor einer Jury aus Klubszene- und Stadtverwaltungsvertretern, sowie allen noch nicht komatösen Clubbesuchern gegen neun Mitbewerber durchsetzen.

Der 27-jährige Student der Kreativwissenschaft soll als Nachtbürgermeister nicht etwa des Nachts den richtigen Bürgermeister vertreten (allerdings auch eine sympathische Idee), sondern in Zukunft zwischen Verwaltung, Anwohnern und der Klubszene vermitteln. Nun will er erst mal alle Akteure kennenlernen, bevor er was konkretes anpackt. Aber dass im Sommer so viele Glasscherben rumliegen, stört ihn auch.

Ein Beispiel für seine Arbeit kann er sich am Amsterdamer Amtskollegen Shamiro van der Geld nehmen. Der frühere Moderator will die Klubs zu einem sichereren Ort machen, auch für Leute aus der LGBTQ-Community, damit die Besucher sich frei fühlen und der Mensch sein könnten, der sie sein wollen. Er will Bewusstsein über sexuelle Übergriffe schaffen und diese so eindämmen, er setzt sich gegen rassistisch diskriminierende Türpolitik ein und kämpft, dass der ÖPNV verbessert wird. Sicher alles Dinge, die auch in Mannheim sinnvoll sind.

Hendrik Meier und die Stadt Mannheim können sich aber auf jeden Fall freuen, Berlin den Rang als innovativster Partystandort des Landes endlich abgerungen zu haben. Der Senat steht jetzt unter Zugzwang, einen geeigneten Nachtkultursenator zu finden.

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