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Nicht noch eine Obergrenze

Haidy Damm über Provokationen und die Zukunft der Landwirtschaft

  • Von Haidy Damm
  • Lesedauer: 1 Min.

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Deutschland leidet unter Wetterextremen - immer neue Rekorde folgen aufeinander, die sich in ihrer Summe laut Deutschem Wetterdienst nur mit dem Klimawandel erklären lassen. Mittendrin die Bäuer*innen: Mitverursacher und Betroffene gleichermaßen. Sie müssen umdenken. Radikal. Mit dieser Forderung steht Robert Habeck nicht allein. Nun will der Agrarminister aus Schleswig-Holstein die Tierbestände drastisch verringern. Betriebe sollen nur so viele Tiere haben dürfen, wie sie mit ihren eigenen Flächen ernähren können. Die Forderung ist nicht neu, Biobetriebe haben sich seit langem darauf verständigt.

Es ist richtig, angesichts der drastischen Veränderungen, die Landwirte weltweit bereits seit längerem zu spüren bekommen, nach radikalen Veränderungen zu suchen. Ob Polarisierungen aber hilfreich sind, während Landwirte auf ihre trockenen Felder starren, ist fragwürdig. Verursacher des Klimawandels sind vielmehr die Megabetriebe, die ihre Futtermittel weiterhin weltweit einkaufen und mit den Sojaimporten das Klima anheizen.

Der Grünen-Politiker wählt zudem für seinen Vorschlag ein populistisches Reizwort der Rechten: Obergrenze. Habeck spielt mit autoritären Lösungen, statt den gesellschaftlich notwendigen Wandel voranzubringen.

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