• Politik
  • Parlamentswahlen in Pakistan

Im Hintergrund herrscht weiter das Militär

Pakistan steht bei den Parlamentswahlen vor einem Patt, sehr zur Freude der Generäle

  • Von Gilbert Kolonko
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Nun ist der Weg frei für Imran Khan, den Mann der Armee, hieß es auch in westlichen Medien, nachdem der ehemalige Premierminister Nawaz Sharif Anfang des Monats zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt wurde. Doch noch ist nichts sicher bei den Wahlen zur Nationalversammlung am Mittwoch, denn auch gegen den ehemaligen Kricketstar Khan laufen etliche Strafverfahren. Dazu werden knapp die Hälfte aller Parlamentssitze in der bevölkerungsreichsten Provinz Punjab vergeben, wo immer noch Sharifs Muslim Liga PML-N die Nase vorn hat. In der zweitgrößten Provinz Sindh hat die andere Familienpartei des Landes, die Pakistanische Volkspartei PPP der Bhuttos, die Unterstützung der Großgrundbesitzer.

So ist Khan schon aus wahltaktischen Überlegungen äußerst zahm geworden: Knapp 17 Jahre saß er als eine Art Ein-Mann-Partei im Parlament und beschuldigte alle anderen Abgeordneten der Korruption. Genau diese unbestechliche Beharrlichkeit machte ihn unte...


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