Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.
Werbung

Ferienkommunismus

Sommerzeit, Festival-Saison. Inmitten der unzähligen Feierangebote lauern auch ein paar Veranstaltungen, die speziell von linken Aktivisten organisiert werden. Um die Kunde der Emanzipation mittels lokaler Kulturarbeit auch in politisch und sozial vernachlässigte Regionen zu bringen. Um einen Vorgeschmack auf das Leben in der befreiten Gesellschaft zu erhaschen. Um die klamme Gruppenkasse wieder aufzufüllen. Aus Sicht der Besucher: Um für ein paar Tage der Realität der Außenwelt zu entfliehen, in dem Wissen, dass das eigentlich nicht möglich ist. Der »Ferienkommunismus« mag in diesen kleinen Biotopen tatsächlich noch nicht eingeführt sein, aber man ist zumindest schon etwas weiter als im Rest des Landes: Frauen können dank modernster Technik im Stehen pinkeln, zwischen zwei Trips kann man einen Jonglier-, Liebes- oder Polit-Workshop besuchen, die »Sicherheitsmitarbeiter« tragen Antifa-Logos statt Thor Steinar. Wer keine Kohle hat, kann über Arbeitseinsätze sein Ticket refinanzieren - vorausgesetzt, die Anmeldefrist wird nicht vergessen. Auch auf alternativen Festivals ist man jedoch nicht vor den Widersprüchen des kapitalistischen Lebens gefeit. Linke bewachen plötzlich Zäune und schließen die angereisten schnorrenden Punker aus? Bei (Gewissens)-Konflikten immer an die wichtigste Regel denken: Früher war das Festival eh viel geiler. seb

Dieser Artikel ist wichtig! Sichere diesen Journalismus!

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen: Auf Grund der Coronakrise und dem damit weitgehend lahmgelegten öffentlichen Leben haben wir uns entschieden, zeitlich begrenzt die gesamten Inhalte unserer Internetpräsenz für alle Menschen kostenlos zugänglich zu machen. Dennoch benötigen wir finanzielle Mittel, um weiter für sie berichten zu können.

Helfen Sie mit, unseren Journalismus auch in Zukunft möglich zu machen! Jetzt mit wenigen Klicks unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung

Solidarisches Berlin und Brandenburg

Corona ist nicht nur eine Gesundheitskrise. Es ist auch eine Krise des Sozialen. Wir beobachten alle sozialen und sozioökonomischen Entwicklung in der Hauptstadtregion, die sich aus der Verbreitung des Coronavirus ergeben.

Zu allen Artikeln