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Schwankende Anerkennung

Asyl-Quoten bei Türken variieren zwischen zwei und 83 Prozent

Nürnberg. Die Anerkennungsquoten bei Asylanträgen von Türken schwanken stark zwischen den verschiedenen Außenstellen des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF). Die Spannbreite bei den bereinigten Schutzquoten lag im vergangenen Jahr zwischen zwei Prozent in Eisenhüttenstadt (Brandenburg) und 83 Prozent in Bonn (NRW), wie aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Parlamentsanfrage der Linksfraktion hervorgeht. Im Bundesschnitt lag die Quote 2017 bei rund 28 Prozent. In der bereinigten Schutzquote sind nur Asylverfahren enthalten, die auch inhaltlich vom BAMF geprüft und nicht rein formell entschieden wurden.

Das BAMF begründet die unterschiedlich hohen Schutzquoten vor allem damit, dass jedes Asylverfahren im Einzelfall geprüft werde. Zudem könne es vorkommen, dass zu einem bestimmten Zeitpunkt besonders viele Flüchtlinge aus einer bestimmten Region eines Landes nach Deutschland kämen und dass deren Asylanträge überwiegend in einem Bundesland bearbeitet würden. dpa/nd

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