Werbung

Schwimmbahn frei für alle

Martin Kröger über exklusive Angebote der Bäderbetriebe

  • Von Martin Kröger
  • Lesedauer: 2 Min.

Echt jetzt? Ihr wollt Geld von mir?

Ja, herrgottnochmal, es kostet!

Auch, wenn's nervt – wir müssen die laufenden Kosten für Recherche und Produktion decken.

Also, mach mit! Mit einem freiwilligen regelmäßigen Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Man muss auch mal gönnen können. Den Berliner Bäder-Betrieben etwa kann man nur eine Fortsetzung des Jahrhundertsommers wünschen. Das arg verschuldete Landesunternehmen kann den sich abzeichnenden Besucherrekord sicher gut gebrauchen. Schließlich benötigen die subventionierten Bäderbetriebe jeden Euro, um den inzwischen auf rund 230 Millionen Euro gestiegenen Sanierungsstau in den Sommerbädern und Schwimmhallen in den Griff zu bekommen.

Doch statt den Besucheransturm voll auszuschöpfen, glänzen die Bäderbetriebe einmal mehr durch unflexibles Agieren. Weder gelang es rechtzeitig zum Sommerbeginn, der dieses Jahr bereits in den Mai fiel, die Sommerbäder aufzubekommen, noch schafft es das Management in der laufenden Hitzeperiode, die Öffnungszeiten auszuweiten - etwa in die kühlen Abendstunden.

Schon jammern viele Besucher der Schwimmbäder über die vollen Becken. Und tatsächlich ist an ein entspanntes Bahnenziehen angesichts beispielsweise von rücksichtslosen Freistil-Kraftpaketen, die gerne mit Extra-Gewichten an den Armen durchs Becken ballern, nicht zu denken. So ist das Schwimmen nichts für Menschen mit Behinderung oder rücksichtsvollere Zeitgenossen.

Schwimmbad als Daseinsvorsorge, attraktiv und zeitgemäß, nicht weniger hat sich die rot-rot-grüne Koalition für die Bäderbetriebe vorgenommen. Von der Realität ist das derzeit ungefähr so weit entfernt wie eine vorgezogene Eröffnung des Hauptstadtflughafens BER.

Statt Schwimmbad für alle gilt derzeit in Berlin: Bahnfrei für Reiche, wie der Fall des Depeche-Mode-Managements zeigt. Das leistet sich morgens eine ganze Bahn im Olympiabad. Bei diesem Beispiel fällt das Gönnen können dann doch schnell ins Wasser.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

Noch kein Abo?

Jetzt kostenlos testen!

14 Tage das »nd« gratis und unverbindlich als App, digital oder gedruckt.

Kostenlos bestellen